Fremdwörter | Eigennamen

Eigennamen

AmitayusAmitayus ist eine Emanation des Buddha Amithaba. Er gehört zu den meist verehrten Gottheiten Bhutans.
AmithabaDer rot dargestellte Buddha Amithaba gehört zur Gruppe der »Fünf Tathagatas«. Er verkörpert die Weisheit der essenziellen Gleichheit.
AmoghasiddhaDer Buddha Amoghasiddha gehört zur Gruppe der »Fünf Tathagatas«. Er verkörpert die Weisheit, dass alles Karma seiner Vollendung bedarf.
AvalokiteshvaraAvalokiteshvara ist eine Emanation des Buddha Amithaba und wird als Bodhisattva des gegenwärtigen Zeitalters hoch verehrt.
CakrasamvaraCakrasamvara ist die Schutzgottheit einer hohen Yogastufe. Er bewahrt den Meditierenden vor allen schädlichen Einflüssen auf seinem spirituellen Weg.
Dalai LamaTitel des höchsten Lamas der tibetischen Gelugpa-Schule des Buddhismus. Bis zur chinesischen Machtübernahme waren die Dalai Lamas die Oberhäupter Tibets.
GarudaDer mythische Göttervogel Garuda wird als Bezwinger Übel wollender Schlangengottheiten verehrt.
GautamaBuddha trug den Namen Gautama in seinen Lebensjahren als asketischer Wandermönch.
GyaDer Staatsgründer Shabdrung Ngawang Namgyel war ein Spross des tibetischen Gya-Geschlechts.
HayagrivaDer Schutzgott Hayagriva ist eine zornvolle Erscheinungsform des Bodhisattva Avalokiteshvara.
Jokhang-TempelBedeutender Tempel in der Hauptstadt Tibets.
KanjurKanjur bezeichnet die Textsammlung der »Übersetzung des Buddha-Wortes«.
KuberaKubera ist eine aus Indien übernommene Gottheit und wird als Bewahrer und Förderer von Reichtum verehrt.
MahakalaMahakala gehört zu den wichtigsten Schutzgöttern des Himalayaraumes. Er war die persönliche Schutzgottheit des Staatsgründers Shabdrung Ngawang Namgyel. Auch die königliche Familie Bhutans beruft sich auf ihn.
MaitreyaDer Buddha des nächsten Zeitalters erscheint auf einer bestimmten Daseinsebene auch als Bodhisattva.
ManjusriBodhisattva Manjusri wird als Verkörperung der Weisheit verehrt.
NagaNaga sind aus Indien übernommene schlangenhafte Gottheiten, die vor allem in Gewässern leben und Fruchtbarkeit gewähren, aber auch schädlich wirken können.
PadmasambhavaPadmasambhava - »Der aus dem Lotus Geborene« - ist der Sanskritname Guru Rinpoches.
Panchen LamaTitel der Linie der höchsten Lamas im Kloster Tashilhünpo in Tibet.
PrajnaparamitaPhilosophischer Text aus dem zweiten Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung, der einer neuen Auffassung des Buddhismus zugrunde liegt. Die »Vollkommene Weisheit« wird von einer Gottheit verkörpert.
RatnasambhavaBuddha Ratnasambhava ist einer der »Fünf Tathagatas« und verkörpert die Weisheit der Unterscheidung.
Buddha ShakyamuniDer Name des historischen Buddha bedeutet »Weiser aus dem Geschlecht der Shakya«. Er bot den Menschen einen Weg der meditativen Praxis, um den Kreislauf der Wiedergeburten zu verlassen.
SiddhartaName des Buddha, bevor er den väterlichen Palast verließ.
TenjurSammlung der Kommentare zu den Lehrreden des Buddha.
UddiyanaUrsprungsland des Guru Rinpoche, vermutlich im heutigen Nordpakistan gelegen.
VairocanaAls einer der »Fünf Tathagatas« verkörpert Vairocana die Allwissenheit.
Yeshe TshogyelVerkörperung einer Dakini der höchsten Stufe. Sie war eine tantrische Partnerin Guru Rinpoches und gilt als Verfasserin seiner Lebensgeschichte.

Fremdwörter

Top | Bottom
Adi-BuddhaDer Adibuddha verkörpert das Buddha-Prinzip an sich. Er ist der Ursprung und der Urgrund allen Seins.
ArhatEin Arhat - »Der seine inneren Feinde besiegt« - hat gilt einerseits als gewöhnliches sterbliches Wesen, andererseits als Emanation des historischen Buddha. Arhats sind an vielen Klosterwänden Bhutans dargestellt.
atsaraAls Clowns verkleidete Mönche unterhalten bei der Aufführung der heiligen Tänze das Publikum.
barIm dreigeteilten Weltbild bezeichnet bar die mittlere Ebene. Hier leben Menschen und bestimmte Klassen von Gottheiten.
bardoBereich zwischen Tod und Wiedergeburt.
BodhisattvaBodhisattvas sind Ausstrahlungen der Buddhas auf der »Ebene des Mitgenießens«, um zum Wohle aller Lebewesen wirksam werden zu können. Sie zeichnet die Eigenschaft des allumfassenden Mitleids aus.
bönMit bön wird in Bhutan die vorbuddhistische Religion bezeichnet.
chamReligiöser Tanz, von Mönchen aufgeführt.
chimiGewähltes Mitglied der Nationalversammlung
chöReligion, in Bhutan wird damit der Buddhismus bezeichnet.
chöjeHaupt einer religiösen Linie, oftmals verheiratet.
chortenMonument des Buddhismus, das vielfach als Reliquienschrein benutzt wird und als Symbol für den Geist des Buddha gilt.
chösiReligiöse und weltliche Herrschaft.
chösi nyidenReligiöse und weltliche Herrschaft.
DakiniDakinis sind mit magischen Kräften ausgestattete weibliche Wesen, die dem spirituell Suchenden Initiation in geheime Lehren gewähren. Sie verkörpern die höchste Weisheit.
dashoVom König verliehener Ehrentitel für besondere Verdienste.
DesiTitel des weltlichen Herrscher Bhutans vor der Monarchie.
dharmaLehre des Buddha.
driglam namzhaDie »Grundregeln für gesittetes Verhalten« gehen auf den Staatsgründer Shabdrung Ngawang Namgyel zurück. Sie stehen heute im Gesetzesrang.
drukpa-kagyüpaSchule des Buddhismus, Staatsreligion Bhutans.
dungEhrentitel des Adels von Bumthang und Kheng.
dzongKlosterburg, Kloster und Verwaltungssitz.
gelugpaReformierte und jüngste Schule des Buddhismus.
goNationaltracht bhutanischer Männer.
hinayanaDie älteste Form des Buddhismus, heute hauptsächlich in Sri Lanka und Südostasien verbreitet.
je khenpoOberabt von Bhutan.
kiraNationaltracht der bhutanischen Frauen.
lalitavistara-sutraEin religiöser Text, der die Lebensgeschichte des historischen Buddha erzählt.
lamaGeistlicher, Bezeichnung für den persönlichen Führer am Weg zur Erleuchtung.
lhaberbegriff für verschiedene Arten von Göttern und Numen.
lha bsangName einer Zeremonie, die sich vor allem an die Schutzgötter einer bestimmten Region richtet.
luEin dämonisches Wesen in Schlangenform, das Schaden bringen oder auch Fruchtbarkeit gewähren kann.
mahayanaEine Richtung des Buddhismus, die im Gegensatz zum Hinayanabuddhismus lehrt, dass der Gläubige zum Wohle aller Lebewesen nach Erleuchtung strebt.
mandalaEin geometrisch aufgebautes Gebilde, das den Palast oder die Daseinssphäre einer Gottheit darstellt. Es wird in der Meditation visualisiert.
mantraMantra sind die lautliche Daseinsebene von Kräften, die bildlich als Gottheiten ausgedrückt werden. Im volksreligiösen Verständnis werden durch ihre Rezitation individuelle Ziele angestrebt.
nirvanaBezeichnung einer Bewusstseinsebene, die frei von allem Leid und somit das höchste Glück ist. In diesen Zustand geht der Mensch nach dem Verlassen des Kreislaufes der Wiedergeburten über.
nyingmapaDie »Schule der Alten« legt ihren Schwerpunkt auf magische und mystische Praktiken des Buddhismus.
prajnaWeisheit, die aus der unmittelbaren Erfahrung der wahren Wirklichkeit entsteht.
samsaraKreislauf der Wiedergeburten, im philosophischen Sinn die als irreal betrachtete Erscheinungswelt.
shabdrungDieser Titel wurde vom Reichseiniger Bhutans und seinen Reinkarnationen getragen und bedeutet »Zu dessen Füßen man sich niederwirft«.
shibdagDämonische »Besitzer der Erde«, eine bestimmte Kategorie von Lokalgottheiten.
shinje yab yumTanz des Totengottes, der den Bodhisattva Manjusri als Herren des Todes zeigt.
sunyataLeerheit kennzeichnet in der Philosophie des Buddhismus das Wesen der höchsten Natur der Wirklichkeit. Sie liegt jenseits aller Vorstellbarkeit des menschlichen Denkens.
tantrayanaEine buddhistische ganzheitliche Erkenntnislehre, die von der Untrennbarkeit des Relativen und Absoluten ausgeht. Ihr Ziel ist die Verschmelzung des Einzelnen mit dem Absoluten.
tathagataBuddha aus der Gruppe der »Fünf So-Gegangenen«, die Ausstrahlungen des absoluten Buddhas sind. Sie verkörpern grundlegende Prinzipien der buddhistischen Philosophie.
termaReligiöser Schatz, meist Texte, die versteckt wurden, um zu einem Zeitpunkt wiederentdeckt zu werden, an dem die Menschheit reif dafür ist.
tertönReligiöser »Schatzfinder«, der dazu bestimmt ist, versteckte heilige Schriften oder Gegenstände zu finden.
thangkareligiöse Malerei, zumeist auf Stoff.
tormaTeigfigur als Ritualopfer oder -dekoration. Im Ritual ist jede Gottheit mit ihrer besonderen Torma dargestellt.
trikayaDie religiöse Lehre von den drei Daseinsebenen des Universums.
tsenEine Kategorie von Lokalgöttern, die im menschlichen Daseinsbereich leben und oft als Krieger dargestellt werden.
tsenkhangKapelle für Tsen-Götter, die diesen als Aufenthaltsort dient.
tshechuTanzfest zu Ehren Guru Rinpoches.
tusitaParadies des Ostens.
upayaDie »Methode«, die zur Erleuchtung führt, besteht aus der liebenden Hinwendung zu allen Lebewesen.
utseDer zentrale Turmbau eines Dzong, der die wichtigsten Tempel beherbergt.
vajraRitualgegenstand, der die Unveränderbarkeit der eigentlichen Natur der Wirklichkeit symbolisiert. Im Ritual versinnbildlicht er die »Methode«, die liebevolle Hinwendung zu allen Lebewesen.
vajrayanaDas »Diamant-Fahrzeug«. Eine Richtung des Buddhismus, die die Erleuchtung durch yogische und meditative Praktiken innerhalb eines Lebens zu erlangen sucht.
yül lhaGott des Landes, Schutzgottheit, die sich meist in einem Berg verkörpert.
zorig chusumDie dreizehn traditionellen Handwerkskünste.
Eigennamen
Fremdwörter


Top |  Home |  Sitemap |  Suche |  Glossar |  Die Objekte |  Führung  |  Hilfe