Handwerkskunst | Näharbeiten

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Shabdrung Ngawang Namgyel

Thangka, Applikations- und Stickarbeit; frühes 20. Jahrhundert; Maße 428 x 307 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum, Paro
Neben der zentralen Darstellung des Shabdrung Ngawang Namgyel steht links der erste Je Khenpo Bhutans, Pekar Jugne (1604-1672), rechts der erste Desi Tenzin Drugye (1591-1656). In der zweiten Reihe von oben sitzen links vom Shabdrung der indische Meister Naropa, der im zehnten Jahrhundert lebte und wirkte, und rechts Tsangpa Gyare (1161-1211), der Gründer der Drukpa-Kagyüpa-Schule des Buddhismus. Direkt unter dem Shabdrung ist eine seiner Wiedergeburten zu sehen. Die Persönlichkeit rechts außen in der untersten Reihe ist der Vater des Shabdrung, Tenpe Nyima (1567-1619).

 
Die Jugend des Shabdrung in Tibet
Throndecke

Thrikheb, Wolle, Seide, Baumwolle; Maße 152 x 70 Zentimeter; Leihgabe aus einer Privatsammlung
Diese Decke für Personen des Hofes oder hoher Lamas zeigt als zentrales Motiv das »Rad der Lehre« als Symbol für den Buddhismus. Oben und unten sind je ein Paar fliegender Phönixe und die Darstellung des Wunschjuwels appliziert.

 
Näharbeiten
Bhutanisches Schuhwerk

Rechts im Bild: Stiefel, Seidenbrokat und -damast, Satin, Baumwolle, Leder; Maße 51 x 28 x 10,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Bestimmte Kleidungsstücke weisen auf Stand und Rang des Trägers hin. Diese Stiefel werden von Laienanhänger (gomchen) des Buddhismus getragen.
Links im Bild: Stiefel, gerauhter Wollstoff, Seidenbrokat, Baumwolle, Leder; Maße 49,5 x 27 x 10 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Stiefel eines hohen Regierungsbeamten, der seinen Titel »Dasho« vom König verliehen bekommen hat.

 
Näharbeiten
Tenzin Rabgye

Thangka, Stoffapplikation mit Seidenstickerei; 19. Jahrhundert; Höhe 270 Zentimeter; Leihgabe aus den National Museums & Galleries on Merseyside, Liverpool
Tenzin Rabgye war ein enger Vertrauter des Shabdrung und wurde von ihm als sein Nachfolger bestimmt. Als der Shabdrung in seine letzte Meditation ging, gab er folgende Anweisung: »Sobald er die notwendige Reife zeigt, übergebt ihm die Verantwortung für alle wichtigen und unwichtigen klösterlichen Angelegenheiten.«
Als Tenzin Rabgye sein Amt als vierter Desi antrat, verließ er die Mönchsgemeinschaft, um zu heiraten und das Geschlecht fortzuführen.

 
Dunkle Zeiten
Die Rabenkrone

Usha charok dongcen, chinesische und englische Seidenbrokat- und Damaststoffe, Seidensamt, innen Baumwollstoffe, Seidenstickerei, Messinglegierung versilbert, Kupferblech vergoldet; um 1840; Höhe 25 Zentimeter, Durchmesser 23 Zentimeter; Leihgabe der Königlichen Regierung Bhutans
Der blaue Helmkörper ist seitlich mit dem Körper und den Beinen eines Vogels bestickt, die zusammengefaltenen Flügel erstrecken sich bis auf den Hinterkopf. Die drei Augen an der Vorderseite erinnern an eine Tsen-Darstellung. An der Stirnseite ist aus Metall das Sonne-Mond-Symbol angebracht. Direkt über der Stirn sind in ein vergoldetes Kupferblech heilige buddhistischen Silben eingraviert. Ein halber, nur bruchstückhaft erhaltener Vajra bedeckt den Kopf des Vogels.

 
Die Rabenkrone
Adelshut

Hut, Seidensatin und -damast, Seiden- und Goldstickerei, Kartonversteifung, Seidenfutter; Höhe 8,5 Zentimeter, Durchmesser 26 Zentimeter; Leihgabe von Anthony Aris
Mit Seide und Goldfaden gestickte Drachen an der Hutkrempe deuten darauf hin, dass dieser Hut von einem Mitglied der höchsten Aristokratie getragen wurde. An der Stirnseite prangt das buddhistische Wunschjuwel.

 
Ugyen Wangchuck
Sattel

Reitsattel, Silber, Durchbrucharbeit ziseliert, Holz lackiert, Koralle, Leder, Seide, Baumwolle, Wattierung; Maße 26 x 47 x 40 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Sattel eines sehr hohen Adeligen, wahrscheinlich eines Angehörigen der königlichen Familie. Die Frontseite ziert die häufig als Dekoration anzutreffende Gruppe aus Drachen und Garuda.

 
Die Verwaltungsreform
Frauenkleidung

Hut: gerauhter Wollstoff, Seidenbrokat und -gewebe, Silberlamé, Futter Baumwolle; Höhe 7 Zentimeter, Durchmesser 21 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Jacke (tögo): Seidenbrokatdamast, Seide, Baumwolle; Maße 69 x 191 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Kleid (kira): Baumwolle, Seide; Maße 248 x 133 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Die Gattinnen des ersten und zweiten Königs trugen solche Sets von Kleidungsstücken.

 
Jigme Wangchuck
Der Staatsgründer

Rollbild, Applikationsarbeit mit Seidenstickerei; frühes 19. Jahrhundert; Höhe 260 Zentimeter; Leihgabe aus den National Museums & Galleries on Merseyside, Liverpool
Der Gründer des bhutanischen Staates und Stifter nationaler Identität, der Kleriker Shabdrung Ngawang Namgyel, war im 17. Jahrhundert der erste Führer des Landes. Alle weltlichen Entscheidungen werden heute zwar vom König autorisiert, doch auch seine Macht gründet sich auf dem Weltverständnis des Buddhismus.

 
König und Lama
Thrikheb

Throndecke (thrikheb), gerauter Wollstoff, Baumwolle, Seidenstickerei; Maße 130 x 130 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Die erhöhten Sitze weltlicher und klerikaler Herrscher waren mit reich verzierten Decken belegt. Ein Phönix im zentralen Medaillon ist von vier Drachen abwechselnd mit vier Kinnara umgeben, Musikanten mit menschlichen Oberkörpern, Flügeln und Vogelbeinen. Die vier Ecken zeigen Garudas mit gebändigten Schlangengottheiten im Schnabel. Die Decke ist von Swastikasymbolen eingefasst, die hier Festigkeit und Unverrückbarkeit bedeuten. Sie fordern die Person am Thron auf, fest auf dieser Welt zu verbleiben, um die Lebewesen zur Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten zu führen.

 
Jigme Singye Wangchuck
Hut der Nyingmapa

Lamahut, Seidendamast und Seidenbrokatdamast, Baumwollfutter; Höhe 25 Zentimeter, Breite 29 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Dieser Hut wird von den Lamas der Nyingmapa-Schule getragen. Diese »Schule der Alten« legt ihren Schwerpunkt auf magische und mystische Praktiken des Lamaismus.

 
Die Schulen des Vajrayana
Prozessionshut der Drukpa

Lamahut, Seidensatin mit Papiergolddekor, Seidendamast und -taft, gesteiftes Baumwollgewebe; Höhe 29 Zentimeter, Breite 42 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Hut der Drukpa-Kagyüpa-Schule. Diese Schule strebt die praktische Verwirklichung der yogischen Lehren an, um ein Leben in Übereinstimmung mit den Gesetzen des Universums zu entwickeln.

 
Die Schulen des Vajrayana
Hut der Drukpa Kagyüpa

Lamahut, Seidendamast, Futter aus gerauhtem Wollstoff, Kaurischnecke; Höhe 27 Zentimeter, Breite 18 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Oberlamas der Drukpa-Kagyüpa-Schule tragen solche Hüte zu besonders Glück verheißenden Anlässen wie etwa Prozessionen.

 
Die Schulen des Vajrayana
Weste

Mönchsweste (tögag), Wollstoff mit Brokateinsätzen; Höhe 82 x 67 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Die Weste aus feinem, rot gefärbtem Wollstoff ist mit Brokateinsätzen versehen. Dazu trägt ein Mönch einen Wickelrock, ein Obergewand und einen Umhang. Die Feinheit der Ausführung lässt auf einen hohen Kleriker schließen.

 
Die Schulen des Vajrayana
Hut eines Mediums

Seidenbrokat mit Goldfadendekor, Applikationsstickerei, Baumwolle; Höhe 31 Zentimeter, Breite 28 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Der Hut steht für eine ganz bestimmte Gottheit. Sobals ein Medium in Trance ihn aufsetzt, nimmt diese von ihm Besitz. Die Menschen können nun direkt mit dem Gott in Kontakt treten und zum Beispiel Auskunft über die Zukunft erhalten oder ihn um Unterstützung im Kampf gegen schädliche Einflüsse bitten.

 
Der Ablauf des Rituals
Shingkha

Tunika (shingkha), Wolle, Applikationen aus Wollstoff und Seide; Länge 121 Zentimeter, Breite 97 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Tuniken dieser Art werden heute nur mehr in der Region Kurtö von Frauen bei Ritualen für die Berggötter angelegt. Die Trägerinnen betonen, dass es keine Alltagskleidung ist. In vielen Dörfern dürfen sie nur von Frauen der bedeutendsten Familien getragen werden.

 
Der Ablauf des Rituals
Laya-Tracht

Bluse, Wickelrock und Jacke: gerauter Wollstoff, an der Jacke Einsätze aus importierten tibetischen Stoffen; Hut (layap bulo): Bambusgeflecht mit eingearbeiteter Baumrinde; Stiefel: geraute Wolle, Leder; reicher Schmuck aus verschiedensten Materialien; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Die Laya sind halbnomadisierende Yakzüchter im gebirgigen Norden Bhutans. Ihr Lebensstil prägt auch ihre traditionelle Kleidung.

 
Die Laya im Norden
Brokpa-Tracht

Kappe: Filz, entlang der Zipfel soll das Regenwasser abrinnen; Jacke: gerauter, gewalkter Wollstoff; Tunika: Fell einer Hirschart, die Haarseite kann innen oder außen getragen werden; Hose: gerauter Wollstoff; Beinlinge: Leder; Stiefel: Wolle und Leder; Leihgabe von Lyonpo Sangay Ngedup
»Brokpa« bedeutet Hirte oder Nomade, bezeichnet aber auch eine Ethnie im Distrikt Merak Sakteng in Ostbhutan.

 
Der Osten Bhutans
Nepali-Tracht

Rock: indischer Seidenbrokat; Bluse: synthetisches Samtmaterial; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Ein Großteil der Bevölkerung im feuchtheißen Süden ist nepalischer Abstammung.

 
Die Nepali
Frauenkleidung

Die Laya sind für ihre eigentümliche Tracht bekannt. Hervorstechendstes Accessoire ist ein kegelförmiger Hut aus Bambus.
Foto von Erich Lessing

 
Die Laya im Norden



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