Handwerkskunst | Malerei

Object

Object Title
Object Description



Guru Rinpoche

Ausschnitt aus einer Thangka; Maße 128 x 66 Zentimeter; Original in Privatbesitz
Guru Rinpoche verankerte, von Indien kommend, den Buddhismus in den Himalayaländern.

 
Erste buddhistische Tempel
Mahakala

Thangka; 19. Jahrhundert; Maße 125 x 77 Zentimeter; Leihgabe von Josette Schulmann
Mahakala, wortwörtlich »Großer Schwarzer«, wird als »Großer zornvoller Beschützer« verstanden. Umgeben vom Feuerkranz seiner Energie trägt er eine fünffache Schädelkrone als Symbol für die Fünf Weisheiten der Buddhas, eine Kette aus Menschenköpfen als Symbol für das Prinzip der Leerheit und eine Girlande aus erbeuteten Köpfen als Symbol für das Prinzip Form. Als »göttliche Weisheitsverkörperung« hat er ein drittes Auge auf der Stirn.

 
Der zornige Mahakala
Buddhakrone

Buddhakrone (rignge ugyen), Textil, Papiermache; Länge 26 Zentimeter, Höhe 16 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Diese fünfblättrige Krone zeigt auf jedem Bild einen der fünf Tathagata-Buddhas. Der Lama, der die Krone bei bestimmten festlichen Zeremonien trägt, ist dadurch mit den dargestellten Buddhas verbunden. Die Krone wird einem Lama bei seiner Initiation übergeben und bevollmächtigt ihn, tantrische Riten durchzuführen.

 
Die fünf Tathagatas
Adibuddha Vajradhara

  Thangka; Höhe 116 Zentimeter, Breite 77 Zentimeter; Leihgabe von Josette Schulmann
Der Adibuddha Vajradhara verweilt in tantrischer Vereinigung mit seiner weiblichen Partnerin Prajnaparamita. Sie sind von einer großen Anzahl Lamas und Yogis umgeben. In der untersten Reihe ist links Buddha Shakyamuni dargestellt, in der Mitte Cakrasamvara, die Verkörperung eines tantrischen Meditationspfades. Er steht in Vereinigung mit seiner roten Weisheitspartnerin Vajravarahi. Rechts sehen wir Avalokiteshvara, den Bodhisattva der liebevollen Hinwendung zu allen Lebewesen.
 
Der Urbuddha
Vajrapani

Thangka, Höhe 95 Zentimeter, Breite 70 Zentimeter; Leihgabe von Michael Rutland
Der Bodhisattva Vajrapani gilt als Emanation des Buddhas Akshobhya. Die zornvolle Erscheinung soll alle Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung zerstören. In dieser Form hütet er auch die tantrischen Geheimlehren.

 
Die Bodhisattvas
Opfergaben an die Götter

Thangka; Maße 101 x 66 Zentimeter; Leihgabe von Josette Schulmann
Darstellungen symbolischer Opfergaben (kangdzä) werden entweder in Klöstern aufgehängt und dienen als Meditationsgrundlagen. Im innersten Kreis wird den Schutzgottheiten der Weltenberg Sumeru dargebracht. Auf dem Gipfel des Berges steht der Götterpalast Indras. Die Sinne erfreuende Gaben in Schädelschalen werden den Göttern ebenso angeboten wie Herden von schwarzen Widdern, Pferden und Yaks.

 
Die Beeinflussung der Welt
Buddha Amithaba

Auschnitt aus einem Rollbild (Thangka); 18. Jahrhundert; 133 x 89 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
 
Der rote Buddha Amithaba gehört zur Gruppe der fünf Tathagatas und verkörpert die Weisheit der essenziellen Gleichheit.

 
Die magische Geburt des Guru Rinpoche
Eine Dakini
Thangka; Maße 126 x 90 Zentimeter; Leihgabe von Michael Rutland
Mit spärlichen goldenen Pinselstrichen ist eine Dakini, eine »Himmelsgeherin«, dargestellt. Als solche ist sie in allen drei Welten – der himmlischen, der irdischen und der unterirdischen – zu Hause. Diese weiblichen Himmelswesen weihten viele Yogis in esoterische Rituale ein und führten sie zu Meditationserlebnissen, die zum Einssein mit dem Absoluten führen sollten. Ihre Nacktheit ist Ausdruck der unverhüllten Wahrheit, die sie verkörpert. Mit dem Hackmesser mit Vajragriff zerstört sie Unwissenheit, die Schädelschale in ihrer rechten Hand ist ein Wissenbehälter.
Solche mit Gold bemalten Schwarzgrundthangkas prägt ein mystisch-esoterischer Charakter. Schwarz ist die Farbe des Hasses, der durch Weisheit in die Erkenntnis der Wahren Wirklichkeit verwandelt wird. Nur auf dem Weg zur Erleuchtung sehr weit fortgeschrittene Yogis verwenden Thangkas dieser Art als Meditationsbilder.
 
Das Leben des Guru in Indien
Guru Rinpoche auf dem Kupferberg

Das südwestliche Paradies des Guru Rinpoche, zangdog palri; Thangka; Maße 125 x 77 Zentimeter; Leihgabe von Josette Schulmann
Guru Rinpoche ist in seinem südwestlichen Paradies auf einem mächtigen kupferglänzenden Berg dargestellt. Von diesem paradiesischen Berg ist keine Rückkehr in den Kreislauf der Wiedergeburten mehr nötig. Wenngleich der Buddhismus Spekulationen über das Jenseits ablehnt, gibt es doch bildliche Darstellungen von Paradiesen, in die der Gläubige einzugehen vermag.
Bei den Bhutanern spielt der Berg als Ausdruck spiritueller Reinheit und Wohnsitz der Götter eine große Rolle.

 
Das südwestliche Paradies
Die Biografie Guru Rinpoches

Wandmalerei auf Stoff; 19. Jahrhundert; 245 x 121 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Wandmalereien werden in Bhutan auf Stoff gemalt, der an die Wand geklebt wird. Teilweise sind stuckierte Details (Pastiglia) aufgebracht.

 
Der zweite Buddha
Das Weltenmodell

Thangka; synthetische Farbe auf Leinwand; 173 x 116 Zentimeter; 20. Jahrhundert
Dieses Rollbild wurde als Auftragsarbeit des Völkerkundemuseums Wien speziell für die Ausstellung "Bhutan ­ Festung der Götter" angefertigt.

 
Das Weltenmodell
Tsheringma

Thangka; 133 x 89 Zentimeter; 18. Jahrhundert; Leihgabe aus dem National Museum Paro
 
Die Göttin Tsheringma ist ursprünglich eine vorbuddhistische Gottheit, die nach ihrer magischen Unterwerfung durch Guru Rinpoche sowohl die Menschen als auch den Buddhismus beschützt. Auf einem Löwen reitend, hält sie in der linken Hand die Vase der Langlebigkeit, in der rechten den Vajra. Sie wird von ihren vier Schwestern umgeben, die ebenfalls auf deren Reittieren dargestellt sind. In der Mitte der obersten Reihe sitzt Amithaba, der Buddha des langen Lebens. Links von ihm Guru Rinpoche, rechts der Yogi Milarepa. Beide spielten wichtige Rollen in der Zähmung und Buddhifizierung von Tsheringma. Die beiden äußersten Figuren oben stellen Dakini dar, "Himmelsgeherinnen", die die Vergänglichkeit des irdischen Daseins aufzeigen. In der Mitte unten sitzt Men Tshogdag, eine mit Wohlstand assoziierte elefantenköpfige Gottheit.

 
Die Gottheiten des bar
Drukpa Künle

Thangka; Malerei auf Leinwand; Maße 129 x 111,5 Zentimeter; 20. Jahrhundert; Leihgabe von Anthony Aris
Biografische Darstellung des Drukpa Künle, des »göttlichen Narren«, der wegen seiner oftmals obszönen Handlungen Protagonist gerne erzählter Geschichten ist. Seine Taten jenseits konventioneller Normen sollten auf den relativen Aspekt menschlicher Vorstellungen hinweisen und den Geist von den Fesseln konventionellen Denkens befreien.

 
Drukpa Künle
Holzkiste

Holz mit Bemalung, Eisenbeschläge; Maße 38,5 x 65 x 30 Zentimeter; Leihgabe von Françoise Pommaret
Diese Kiste ist mit einem fliegenden Phönixpaar und den chinesischen Zeichen für langes Leben bemalt.

 
Der dörfliche Haushalt



Die Wiener Ausstellung
Handwerkskunst
.  Holz- und Schieferschn ..
.  Malerei
.  Papierherstellung
.  Bronzeguss
.  Drechslerhandwerk
.  Zimmermannskunst
.  Schmiedehandwerk
.  Steinmetzkunst
.  Bambus- und Rohrverarb ..
.  Webkunst
.  Näharbeiten
.  Kunstschmiedearbeit
.  Tonarbeit
.  Importierte Objekte
.  Gebrauchsgegenstä ..


Top |  Home |  Sitemap |  Suche |  Glossar |  Die Objekte |  Führung  |  Hilfe