Die Wiener Ausstellung | Moderne Monarchie

Objekt

Objekt Name
Objekt Beschreibung



Amulettbehälter

Gau, Silber, Feuervergoldung, Türkise; Maße 17 x 12 x 5,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum, Paro
In einem Gau werden Schriftrollen, kleine Heiligenfiguren oder Reliquien auf Reisen als Schutz um den Hals getragen. Das Stück ist in Treib- und Durchbruchsarbeit in Silber gefertigt und anschließend stellenweise ziseliert. Im Gesänke wurden geschmiedete Zierdrähte aufgelötet. Die Halbedelsteine sind in Klebewachs eingelegt.

 
Kunstschmiedearbeit
Frauenkleid

Frauenwickelkleid (kira), Ausschnitt, Seide; Maße 250 x 150 Zentimeter; Leihgabe von Françoise Pommaret
Eine Kira wird aus mehreren Webbahnen zu einem rechteckigen Stoffstück zusammengenäht. Dieses wird über eine Bluse gewickelt und an den Schultern mit Fibeln zusammengehalten. Es ist die Standardkleidung bhutanischer Frauen. Die Feinheit der textilen Arbeit und das Material variiert je nach Anlass des Tragens und nach dem sozialen Rang der Trägerin. Bhutanische Weberinnen sind für ihre Kunstfertigkeit vor allem bei der Mustergebung mit einem zusätzlichen Schussfaden berühmt.

 
Webkunst
Beteldose

Behälter für Betel (bata), Silber mit Feuervergoldung, Koralle; Höhe 9 Zentimeter, Durchmesser 20 Zentimeter; Leihgabe aus einer Privatsammlung
Fein gearbeitete Dosen dieser Größe waren der höchsten Aristokratie und dem Klerus vorbehalten. Betelkauen ist in allen Bevölkerungsschichten bei Frauen und Männern sehr weit verbreitet. Die stimulierende Wirkung der Betelnuss wird hoch geschätzt.

 
Die Krönung
Adelshut

Hut, Seidensatin und -damast, Seiden- und Goldstickerei, Kartonversteifung, Seidenfutter; Höhe 8,5 Zentimeter, Durchmesser 26 Zentimeter; Leihgabe von Anthony Aris
Mit Seide und Goldfaden gestickte Drachen an der Hutkrempe deuten darauf hin, dass dieser Hut von einem Mitglied der höchsten Aristokratie getragen wurde. An der Stirnseite prangt das buddhistische Wunschjuwel.

 
Ugyen Wangchuck
Helm

Baumwollsamt, Seidendamast, Baumwollstoffe, Wattierung, Leder; Höhe 41 Zentimeter, Durchmesser 22 Zentimeter; Leihgabe von Anthony Aris
Dieser Helm wurde wahrscheinlich vom zweiten König, Seiner Majestät Jigme Wangchuck (1905-1952), getragen.

 
Die Verwaltungsreform
Frauenkleidung

Hut: gerauter Wollstoff, Seidenbrokat und -gewebe, Silberlamé, Futter Baumwolle; Höhe 7 Zentimeter, Durchmesser 21 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Jacke (tögo): Seidenbrokatdamast, Seide, Baumwolle; Maße 69 x 191 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Kleid (kira): Baumwolle, Seide; Maße 248 x 133 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Die Gattinnen des ersten und zweiten Königs trugen solche Sets von Kleidungsstücken.

 
Jigme Wangchuck
Chagsi Pangkheb

Zeremonialtextil (chagsi pangkheb), handgesponnene Seide mit farbigen Musterschüssen; Maße 272 x 79 Zentimeter; Leihgabe von Anthony Aris
Diese »Tücher zum Händewaschen« werden nur von der Oberschicht und hohen Klerikern bei Ritualen oder offiziellen Anlässen verwendet. Die praktische Verwendung hat allerdings nichts mit dem Namen zu tun, vielmehr werden die Tücher über den Tisch gelegt oder hinter den Sitzen hoher Persönlichkeiten an die Wand gehängt. Tücher mit gelber Farbe werden bei offiziellen Veranstaltungen mehrere Schritte hinter dem König getragen.

 
Reformen im Inneren
Fibeln

Fibel (Tinkhab), Silber mit Spuren von Feuervergoldung, Türkise; Länge 21 Zentimeter
Kette: Länge 24 Zentimeter; Ring: 6,5 x 5 Zentimeter; Leihgaben aus einer Privatsammlung
Diese Fibeln stammen aus dem Besitz der königlichen Familie. Sie halten das Wickelgewand (kira) der Frauen an den Schultern zusammen. Beide Ringe sind als Fischpaar gearbeitet; ein buddhistisches Symbol für die Fähigkeit, mit Hilfe der Lehre des Buddhismus den Ozean des Kreislaufes der Wiedergeburten zu durchschwimmen.

 
Jigme Dorje Wangchuck
Der König

Königsdarstellung, Kupfertreibarbeit gerahmt; Maße 55 x 40 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Diese in großer Stückzahl angefertigte Darstellung des vierten Königs zeigt diesen inmitten des Landes, flankiert vom Nationalsymbol, dem Drachen. Der Drache gab sowohl der Staatsreligion (die Drukpa-Kagyüpa-Schule des Buddhismus) als auch dem Land selbst seinen Namen: Druk Yül, das Land des Drachen.

 
König und Lama
Dolch

Klinge: Eisen verchromt, Griff: Gold in Durchbrucharbeit, Griffknauf: Eisen mit Aufschlagtauschierung, Scheide: Messing, Durchbrucharbeit aus Silber und Gold; Maße 30 x 5 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Bhutan ist für kunstvoll gearbeitete Dolche berühmt.

 
Die westlichen Täler
Teekanne

Kupfer, Messing, Silber; Maße 41 x 42 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Der Griff in Drachenform ist aus Messing und Silber ziseliert gearbeitet, die Tülle zeigt ein gehörntes Makara, ein mit dem Ozean assoziiertes Tier der indischen Mythologie. Es verkörpert die lebensspendende Kraft des Wassers und soll Unheil abwehren. Die Kanne stammt aus königlichem Besitz.

 
Die westlichen Täler



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