Die Wiener Ausstellung | Das Werden Bhutans

Objekt

Objekt Name
Objekt Beschreibung



Tenpe Nyima

Bronze mit Feuervergoldung, Bemalung; 18. Jahrhundert; Höhe 16,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum, Paro
Tenpe Nyima (1567-1619) war der Sohn des 17. Oberabtes der Drukpa-Kagyüpa-Schule in Ralung/Tibet. Er bereiste mehrmals Bhutan und trug dazu bei, dass sein Sohn Shabdrung Ngawang Namgyel nach dessen Flucht aus Tibet schnell in Bhutan Fuß fassen konnte.

 
Ostbhutan
Shabdrung Ngawang Namgyel

Der Shabdrung, Bronze mit Resten von Vergoldung; 17. Jahrhundert; Höhe 52 Zentimeter; Leihgabe aus einer Privatsammlung
Diese ungewöhnlich große Bronzestatue des Reichseinigers auf dem Lotusthron trägt den typischen Hut der Drukpa-Kagyüpa-Schule und ein Mönchsgewand. Der Sockel ist mit Lotus und mythologischen Tieren verziert. Die rechte Hand zeigt die symbolische Geste der Erdberührung, in der linken hält der Shabdrung eine Vase mit dem Elixier des langen Lebens.

 
Am Ende des Weges
Shabdrung Ngawang Namgyel

Der Shabdrung, Ton, Bemalung; 17. Jahrhundert; Höhe 28 Zentimeter; Leihgabe aus der Sammlung für Völkerkunde, St. Gallen
Es wird angenommen, dass diese Statue ein authentisches Porträt des Staatsgründers ist.

 
Der Mensch Ngawang Namgyel
Bhutanisches Kriegsgerät

Kettenhemd, Eisen, Leder; Maße 120 x 85 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum, Paro
Die Verarbeitung des Kettenhemdes zeigt starken Einfluss der Moghul-Metallverarbeitung.

 
Der Shabdrung als Kriegsherr
Bhutanisches Kriegsgerät

Schild, Rhinozerosleder, Messing; Höhe 11 Zentimeter, Durchmesser 44,5 Zentimeter; Leihgabe von Dasho Sangay Ngedup
Das Symbol von Sonne und Mond im oberen Teil des Schildes steht für Methode (upaya) und Weisheit (prajna). Hier soll es durch seine religiöse Kraft den Träger schützen.

 
Der Shabdrung als Kriegsherr
Ausrüstung des gemeinen Soldaten

Schild, Bambus, Holz; Maße 47 x 18 Zentimeter;
Helm, Bambus, Holz; Maße 26 x 18 Zentimeter; Leihgaben aus National Museum, Paro
Schutzobjekte aus gewundenem Rohr und Bambusgeflecht zählten zur Standardausrüstung der gemeinen Fußsoldaten.

 
Tibetische Invasion
Dokument der Strategie

Schriftdokument, Papier; 17. Jahrhundert;
Schreibgerätköcher (ngudro), Eisen, Aufschlagtauschierung Gold und Silber; Länge 37 Zentimeter;
Petschaft, Eisen, Silber; Länge 6,5 Zentimeter; Leihgaben aus dem National Museum, Paro
Der Text in Kursivschrift ist mit sechs Siegeln versehen und auf handgeschöpften Papier geschrieben. Auf diesem Dokument sind Kisten und Gepäcksstücke aufgelistet, die beim Umzug des Oberabtes und seiner Mönchsgemeinschaft von der Sommerresidenz in Thimphu in die Winterresidenz in Punakha mitgeführt wurden. Grundsätzlich spielte eine auf Schriftbasis beruhende Administration des Reiches eine wichtige Rolle im Entstehen des bhutanischen Staates.

 
Die Einigung des Reiches
Schwert eines Edelmannes

Schwert mit Scheide und Gürtel, Eisen, Silber, partielle Vergoldungen; Textil, Länge 89,5 Zentimeter; Leihgabe aus den National Museums & Galleries on Merseyside, Liverpool
Das Schwert wird an einem Gürtel getragen, der mit fein gearbeiteten Silberbossen versehen ist. Früher galten Schwerter neben ihrem Gebrauchswert im Krieg als Statussymbol des Adels. Heute ist ihr Tragen Personen vorbehalten, denen der König den Titel eines Dasho (Edelmannes) verliehen hat.

 
Schmiedehandwerk
Bhutanisches Schuhwerk

Rechts im Bild: Stiefel, Seidenbrokat und -damast, Satin, Baumwolle, Leder; Maße 51 x 28 x 10,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Bestimmte Kleidungsstücke weisen auf Stand und Rang des Trägers hin. Diese Stiefel werden von Laienanhänger (gomchen) des Buddhismus getragen.
Links im Bild: Stiefel, gerauhter Wollstoff, Seidenbrokat, Baumwolle, Leder; Maße 49,5 x 27 x 10 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Stiefel eines hohen Regierungsbeamten, der seinen Titel »Dasho« vom König verliehen bekommen hat.

 
Näharbeiten
Religiöser Würdenträger

Je Jamyang Gyeltsen, Bronze, Feuervergoldung; 18. Jahrhundert, Maße 44 x 27 x 20 Zentimeter; Leihgabe aus dem Nationalmuseum Bhutan
Je Jamyang Gyeltsen lebte von 1742 bis 1803 und war der 18. Oberabt Bhutans. Der Kleriker ist in der Sitzweise von Buddhas und Bodhisattvas (vajraparyanka) dargestellt, die Hände zeigen die Geste des »Rades der Lehre« (dharmacakra mudra). Am Kopf trägt er eine fünfblättrige Buddhakrone und den Haarknoten der Tathagatas, wie sie bei tantrischen Riten getragen werden.

 
Das duale Herrschaftssystem
Soldatenhelm

Helm, Eisen, Synthetik, Lurex, Viskose; Höhe 48 Zentimeter, Durchmesser 28 Zentimeter; Leihgabe von Lyonpo Sangay Ngedup
Helme der Soldaten waren innen mit Textileinlagen gefüttert und mit einem fünffärbigen Flechtband als Talisman versehen.

 
Jigme Namgyel
Kriegsgerät

Köcher, Bambus, Leder; Länge 85 Zentimeter; Leihgabe von Guy van Strydonck
Heute ist Bogenschießen der Nationalsport bhutanischer Männer. In den Kriegen des 19. Jahrhunderts waren Pfeil und Bogen die meistgebrauchte Waffe.

 
Jigme Namgyel
Kriegsgerät

Schild, Rhinozerosleder, Messing; Höhe 11 Zentimeter, Durchmesser 44,5 Zentimeter; Leihgabe von Dasho Sangay Ngedup
Das Symbol von Sonne und Mond im oberen Teil des Schildes steht für Methode (upaya) und Weisheit (prajna). Hier soll es durch seine religiöse Kraft den Träger schützen.

 
Jigme Namgyel
Kriegsgerät

Speer, Holz, Eisen; Länge 180 Zentimeter; Leihgabe von Lyonpo Sangay Ngedup
Lanzen waren eine geführchtete Waffe im Nahkampf.

 
Jigme Namgyel
Sattel

Reitsattel, Silber, Durchbrucharbeit ziseliert, Holz lackiert, Koralle, Leder, Seide, Baumwolle, Wattierung; Maße 26 x 47 x 40 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Sattel eines sehr hohen Adeligen, wahrscheinlich eines Angehörigen der königlichen Familie. Die Frontseite ziert die häufig als Dekoration anzutreffende Gruppe aus Drachen und Garuda.

 
Die Verwaltungsreform
Königlicher Go

Männerkleidung (go), Seide, Futter Baumwolle; Maße 157 x 226 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Diese Robe wurde vom zweiten König Jigme Wangchuck (1905-1952) getragen.

 
Jigme Wangchuck
Statussymbol

Schwert mit Scheide und Gürtel, Eisen, Silber, partielle Vergoldungen, Textil; Länge 89,5 Zentimeter; Leihgabe aus den National Museums & Galleries on Merseyside, Liverpool
Das Schwert wird an einem Gürtel getragen, der mit fein gearbeiteten Silberbossen versehen ist. Früher galten Schwerter neben ihrem Gebrauchswert im Krieg als Statussymbol des Adels. Heute ist ihr Tragen Personen vorbehalten, denen der König den Titel eines Dasho (Edelmannes) verliehen hat.

 
König und Staat
Hut der Drukpa Kagyüpa

Lamahut, Seidendamast, Futter aus gerauhtem Wollstoff, Kaurischnecke; Höhe 27 Zentimeter, Breite 18 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Oberlamas der Drukpa-Kagyüpa-Schule tragen solche Hüte zu besonders Glück verheißenden Anlässen wie etwa Prozessionen.

 
Die Schulen des Vajrayana
Geile Weste

Mönchsweste (tögag), Wollstoff mit Brokateinsätzen; Höhe 82 x 67 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Die Weste aus feinem, rot gefärbtem Wollstoff ist mit Brokateinsätzen versehen. Dazu trägt ein Mönch einen Wickelrock, ein Obergewand und einen Umhang. Die Feinheit der Ausführung lässt auf einen hohen Kleriker schließen.

 
Die Schulen des Vajrayana
Garuda

Garuda, Ausschnitt aus: Pferdeschmuck; Silber, Feuervergoldung, Leder; Höhe 48 Zentimeter, Länge 17 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
 
Der Schmuck für den Kopf eines königlichen Pferdes zeigt neben Rankenwerk buddhistische Glückssymbole, Drachen, Phönixe und den mythologischen Göttervogel Garuda. Garuda gilt auch als Beschützer der buddhistischen Lehre. Meist ist er mit einer Schlangengottheit im Schnabel dargestellt.

 
Kampf mit Shelging Karpo
Shabdrung Ngawang Namgyel

Bronze, Bemalung; Höhe 28 Zentimeter; 17. Jahrhundert; Leihgabe aus dem National Museum Paro  
Auch vom Gründer des bhutanischen Staates werden Geschichten erzählt, in denen er Dämonen und Naturgötter bezwingt.

 
Shabdrung Ngawang Namgyel
Bhutanische Kriegswaffen

Schwerter, Klingen aus Eisen, Griffe aus Silber und Messing, Scheide aus Holz mit Hautbespannung, Hüllen aus Wolle und Baumwolle; Länge 93 Zentimeter; Leihgabe von Tobgye S. Dorje
Als reale Kriegswaffen haben Schwerter ausgedient, sie werden aber heute noch für die Schutzgottheiten in ihren speziellen Altarräumen aufbewahrt. Bei manchen Ritualen werden sie für Kriegstänze verwendet.

 
Der Ablauf des Rituals
Druckstock

Holz; Maße 64 x 39 x 5 Zentimeter; Leihgabe von Françoise Pommaret
Der Wind trägt die mit diesen Druckplatten auf Gebetsfahnen gedruckten Gebete zu den Göttern. Die Zeichen der Buchstabenschrift werden spiegelverkehrt in das Holz eingeschnitten.

 
In den Bergen



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