Die Wiener Ausstellung | Die Lehre des Buddha

Objekt

Objekt Name
Objekt Beschreibung



Bronzegefäß

Opfergefäß (yang tro), Bronze; Höhe 19,5 Zentimeter, Durchmesser 17 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum, Paro
Der Knauf ist in Form eines halben Vajra gearbeitet, zentrales Motiv am Gefäßbauch sind die Acht Glückszeichen des Buddhismus. Darin geopferte Nahrung soll Glück bringen.

 
Bronzeguss
Ritualdolch

Phurbu, Dolch: Griff Messing, Klinge Eisen; Behälter: Kupfer; Länge 26 Zentimeter; Leihgabe aus einer Privatsammlung
Die Ritualwaffe dient dem monastischen Buddhismus zur Zerstörung hinderlicher Kräfte und Einflüsse am Weg zur Erleuchtung. In anderen Ritualen werden mit ihm Dämonen fixiert oder symbolisch getötet. Besondere Stücke wie dieses tragen auf der Rückseite ein Zeichen des Meisters, der sie hergestellt hat.

 
Bronzeguss
Buddha Shakyamuni

Kupfer mit Feuervergoldung; ca. 17. Jahrhundert; Höhe 46 Zentimeter; Leihgabe aus dem Thimphu-dzong
Im Zustand vollkommener Erleuchtung zeigt Buddhas Rechte die Geste der Erdberührung, die daran erinnert, dass Buddha im Moment seiner Erleuchtung die Erde als Zeuge anrief. Die linke Hand ruht in der Meditationsgeste. Die Klarheit der Darstellung vermittelt die übermenschliche Essenz des Buddha.

 
Das Leben des Buddha
Arhat Hashang

Statue, Bronze mit Bemalung; 17. Jahrhundert; Höhe 24 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Die 16 Arhats waren die ersten Schüler des Buddha, die die Buddhaschaft erlangten. Arhat Hashang wird häufig mit lachenden Kindern dargestellt.

 
Der Edle Achtgliedrige Pfad
Arhat Gopaka

Statue, Bronze mit Bemalung; 17. Jahrhundert; Höhe 24,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Arhat bedeutet »Der seine (inneren) Feinde besiegt hat«. Die Arhat sind das Idealbild derer, die den Pfad der Erleuchtung gehen.

 
Der Edle Achtgliedrige Pfad
Deckel eines heiligen Buches

Buchdeckel (legshing), Holz, Vergoldung, Türkise; Länge 82 Zentimeter, Breite 35 Zentimeter, Höhe 4,5 Zentimeter; Leihgabe aus den National Museums & Galleries on Merseyside, Liverpool
Religiöse Texte werden auf einzelne ungebundene Blätter geschrieben. Hölzerne Buchdeckel halten die losen Seitenstapel oben und unten zusammen. Im Mittelteil des Deckels sind drei Darstellungen reliefartig herausgeschnitzt: links Buddha Shakyamuni, in der Mitte die Göttin Prajnaparamita, die Verkörperung der transzendenten Weisheit und personifizierte Darstellung der buddhistischen Lehre, und rechts der Bodhisattva Maitreya, der Buddha des nächsten Zeitalters. Alle drei sitzen auf einem Thron, der von turmartig übereinander stehenden mythologischen Tieren eingerahmt wird. Der mythologische Vogel Garuda bildet den Abschluss. An den vier äußersten Ecken stehen die »Vier Weltenhüter« (gyelchen deshi).

 
Das Prajnaparamita-Sutra
Buddha Maitreya

Bronze, Feuervergoldung; Maße 52 x 29 x 20 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum, Paro
Buddha Maitreya erscheint im Sambhogakaya-Aspekt auch als Bodhisattva. Als solcher trägt er Schmuck und Kleidung eines Prinzen.

 
Das Saddharmapundarika-Sutra
Das Prajnaparamita

Religiöser Text, Deckel aus Holz mit Kupferblech und Feuervergoldung, Blätter aus Papier mit goldfarbener Schrift, Schutztextil aus Seide; 19. Jahrhundert; Höhe 24 Zentimeter, Länge 69 Zentimeter, Breite 20 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Buddha selbst verkündete den Sutrentext Prajnaparamita (»Vollkommenheit der Weisheit«) den ersten Bodhisattvas; diese hielten den Text schriftlich fest. Das Sutra enthält wesentliche philosophische Abhandlungen des Mahayana-Buddhismus über die Nichtexistenz der weltlichen Gegebenheiten und die Wahre Wirklichkeit.
Neben den Text gemalte Darstellungen zeigen Gottheiten, die in inhaltlicher Beziehung zu den Ausführungen stehen.

 
Das Mahayana
Hut der Nyingmapa

Lamahut, Seidendamast und Seidenbrokatdamast, Baumwollfutter; Höhe 25 Zentimeter, Breite 29 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Dieser Hut wird von den Lamas der Nyingmapa-Schule getragen. Diese »Schule der Alten« legt ihren Schwerpunkt auf magische und mystische Praktiken des Lamaismus.

 
Die Schulen des Vajrayana
Prozessionshut der Drukpa

Lamahut, Seidensatin mit Papiergolddekor, Seidendamast und -taft, gesteiftes Baumwollgewebe; Höhe 29 Zentimeter, Breite 42 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Hut der Drukpa-Kagyüpa-Schule. Diese Schule strebt die praktische Verwirklichung der yogischen Lehren an, um ein Leben in Übereinstimmung mit den Gesetzen des Universums zu entwickeln.

 
Die Schulen des Vajrayana
Vajra

Diamantzepter (in Sanskrit vajra, in Tibetisch dorje), Messing; Länge 14 Zentimeter, Breite 4,5 Zentimeter; Leihgabe aus einer Privatsammlung
Als Ritualgerät in tantrischen Riten verwendet, versinnbildlicht der Vajra die »Methode« (upaya), das selbstlose Wirken zum Wohle aller Lebewesen. In Ritualen wird er als das männliche Prinzipip in der rechten Hand geführt, als Symbol des weiblichen Prinzips der Weisheit hält der Lama eine Glocke (drilbu) in seiner Linken. Bestimmte Handgesten symbolisieren die Vereinigung von Methode und Weisheit und die Aufhebung der Gegensätze in der Erkenntnis der Leerheit aller Erscheinungen. Dieser Zustand der Überwindung des Denkens in Zweiheiten wird in der kugelförmigen Mitte sichtbar.

 
Das Vajrayana
Eine Stupa
Kupfer, Silber mit Feuervergoldung, besetzt mit Korallen, Türkisen, Smaragden und Rubinen; 17. Jahrhundert; Höhe 77 Zentimeter; Leihgabe aus dem Thimphu-Dzong
Stupas repräsentieren in einer vielschichtigen Symbolik das Vollendete, den Kosmos ebenso wie den Geist des Buddha. Die Architektur der Stupas stellt die Vorstellung der Identität von Makro- und Mikrokosmos dar und wird dadurch zu einem kosmologischen und psychologischen Modell. Oftmals werden in Stupas heilige Schriften oder die Reliquien bedeutender Heiliger oder Lamas aufbewahrt.
 
Die Entwicklung der Lehre
Amitayus

Silber mit partieller Feuervergoldung, Bemalung, besetzt mit Korallen und Türkisen; 16. Jahrhundert; Höhe 35,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Amitayus ist eine Emanation des Buddha Amithaba. Die in der Geste der Meditation verschränkten Hände und die Vase des langen Lebens zeigen, dass die in der Meditation »klarschauende Weisheit « die inneren Beschränkungen auf dem Weg zur Erleuchtung beseitigen und im irdischen Bereich die Macht besitzen, das Leben zu verlängern.

 
Die fünf Tathagatas
Buddhakrone

Buddhakrone (rignge ugyen), Textil, Papiermache; Länge 26 Zentimeter, Höhe 16 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Diese fünfblättrige Krone zeigt auf jedem Bild einen der fünf Tathagata-Buddhas. Der Lama, der die Krone bei bestimmten festlichen Zeremonien trägt, ist dadurch mit den dargestellten Buddhas verbunden. Die Krone wird einem Lama bei seiner Initiation übergeben und bevollmächtigt ihn, tantrische Riten durchzuführen.

 
Die fünf Tathagatas
Adibuddha Vajradhara

  Thangka; Höhe 116 Zentimeter, Breite 77 Zentimeter; Leihgabe von Josette Schulmann
Der Adibuddha Vajradhara verweilt in tantrischer Vereinigung mit seiner weiblichen Partnerin Prajnaparamita. Sie sind von einer großen Anzahl Lamas und Yogis umgeben. In der untersten Reihe ist links Buddha Shakyamuni dargestellt, in der Mitte Cakrasamvara, die Verkörperung eines tantrischen Meditationspfades. Er steht in Vereinigung mit seiner roten Weisheitspartnerin Vajravarahi. Rechts sehen wir Avalokiteshvara, den Bodhisattva der liebevollen Hinwendung zu allen Lebewesen.
 
Der Urbuddha
Grüne Tara
Kupfer mit Feuervergoldung, partielle Bemalung, besetzt mit Türkisen; 19. Jahrhundert; Höhe 23 Zentimeter; Leihgabe von Tobgye S. Dorje
Alle Erscheinungsformen der Tara sind Verkörperung der schützenden Aktivität des erleuchteten Mitleids. Da auf dem Boden des handelnden Mitgefühls die Erleuchtung heranreift, wird Tara auch die »Mutter aller Buddhas der drei Zeiten« genannt. Ihr linkes, auf dem Lotusthron ruhendes Bein zeigt ihr Verweilen in Meditation, der herab hängende rechte Fuß zeigt, dass sie daraus zum Wohle aller Wesen wirkt. Die linke Hand ist in der »Geste der dreifachen Zuflucht« erhoben, die rechte liegt in der »Geste der Wunschgewährung« über dem Knie. Die Lotusblüten an beiden Seiten zeigen, dass kraft ihrer Güte unaufhörlich erleuchtete Wesen hervortreten mögen.
 
Die Bodhisattvas
Vajrapani

Thangka, Höhe 95 Zentimeter, Breite 70 Zentimeter; Leihgabe von Michael Rutland
Der Bodhisattva Vajrapani gilt als Emanation des Buddhas Akshobhya. Die zornvolle Erscheinung soll alle Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung zerstören. In dieser Form hütet er auch die tantrischen Geheimlehren.

 
Die Bodhisattvas
Geräte für das Feueropfer

Ritualgegenstände für die Feueropferzeremonie (gangzar ganglu), Klingen: Eisen brüniert mit Kupfereinlagen, Griffe: Silber mit Vergoldungen, Stiele: Eisen mit Niello und Silber- und Goldtauschierungen, Knaufe: Silber oder Kupfer mit Vergoldungen, Box: Holz mit Samt; Länge 94 Zentimeter, Breite 26,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem Punakha-Dzong
Die Darbringung von Feueropfern erfreut die Götter, die den Gläubigen unterstützen. In einer pragmatischen Auslegung sollen sie den Menschen helfen, Weisheit oder religiösen Verdienst zu erwerben oder Hindernisse im Leben und auf dem Weg zur Erleuchtung zu beseitigen.

 
Die Feuerzeremonie
Oboen

Oboen (gyaling) Kupfer, Silber, Holz; Höhe 60 Zentimeter; Leihgabe aus den National Museums & Galleries on Merseyside, Liverpool
Oben werden immer paarweise gespielt. Meist werden sie im Wechselspiel mit den Langhörnern geblasen.

 
Musikinstrumente
Ein Dungkar

Schneckenhorn (dungkar), Kupfer, Silber, Vergoldungen, Halbedelsteine; Maße 55 x 29 x 11,5 Zentimeter; Leihgabe aus den National Museums & Galleries on Merseyside, Liverpool
Das aus einer Meeresschnecke gefertigte Horn ruft vor allem die Mönche zum Gebet zusammen. Der Ton soll dem »reinen Ozean der Weisheit» gleichen und den Gläubigen zum Verständnis der buddhistischen Lehre führen. Der am Korpus angebrachte Flügel ist mit einem Drachenpaar verziert und wird von Lotusmotiven eingefasst. Die Augen der Drachen sind mit Lapislazuli besetzt, in den Klauen halten sie weitere Edelsteine.

 
Musikinstrumente
Butterlampe

Butterlampe (chökong), Gold; 19. Jahrhundert; Höhe 21,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem Paro-Dzong
Den Göttern wird nach alter indischer Tradition Licht geopfert und dadurch religiöser Verdienst erworben. Die Schale ist neben Rankwerk mit den acht buddhistischen Glückssymbolen verziert, wobei je zwei gemeinsam angeordnet sind. Den Fuß bilden zwei Reihen umlaufender Lotusblütenblätter.

 
Speiseopfer
Körnerbehälter

Körnerbehälter (drubhor), Silber mit Feuervergoldung; Höhe 12 Zentimeter, Durchmesser 8,5 Zentimeter; Leihgabe aus einer Privatsammlung
Die Totenköpfe an Bauch und Deckel des Behälters weisen auf die acht Meditationsorte der Yogis hin. Den Knauf bildet ein halber Vajra. Die Körner im Gefäß werden im Lauf der Zeremonie vom Lama verstreut, um Segen und Glück zu bringen.

 
Speiseopfer
Torma aus Edelmetall

Torma (tshetor), Silber mit partieller Feuervergoldung, Korallen, Türkis; 19. Jahrhundert; Höhe 38 Zentimter, Länge 19,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem Paro-Dzong
Opfergabe, die eine langes Leben gewähren soll. Verziert unter anderem mit den acht Glückssymbolen des Buddhismus, steht im kreisrunden oberen Teil in Lanzaschrift die Keimsilbe Hrih des Amitayus. Durch die Rezitation dieser Silbe nimmt Amitayus aus dem Bereich der gestaltlosen Leere Form an. An der Spitze stehen Sonne und Mond, Symbole für Weisheit und Methode.

 
Rituelle Teigfiguren
Buddha Amithaba

Auschnitt aus einem Rollbild (Thangka); 18. Jahrhundert; 133 x 89 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
 
Der rote Buddha Amithaba gehört zur Gruppe der fünf Tathagatas und verkörpert die Weisheit der essenziellen Gleichheit.

 
Die magische Geburt des Guru Rinpoche
Ritualdolch

Ritualdolch, Griff Messing, Klinge Eisen; Länge 26 Zentimeter; Leihgabe aus einer Privatsammlung
Der magische Dolch (phulbu) zum Bändigen oder Fixieren von Dämonen wird auch zum symbolischen Töten benutzt, wodurch der Geist der Dämonen in höhere Bereiche freigelassen wird.

 
Schmelzende Gletscher
Ritualvase

Bumpa, Silber, partielle Feuervergoldung, Pfauenfedern; 19. Jahrhundert; Höhe 46 Zentimeter; Leihgabe aus dem Paro-Dzong
 
Ritualvasen dieser Art werden mit parfümiertem Wasser gefüllt. Der Weihwedel läuft in ein Goldmedaillon aus. Mit diesem versprengt der Lama das heilige Wasser, oder er träufelt es Gläubigen in deren rechte Hand.

 
Kampf mit Shelging Karpo
Altar

Altar, Holz; Statuen aus Ton; 19. Jahrhundert; Maße 270 x 380 x 70 Zentimeter; Leihgabe von Tobgye S. Dorje
Der Altar und alle Statuen stammen aus dem Tempelraum des Gangtey-Palastes in Paro.
 
Die Statuen im Zentrum:
Links: Shabdrung Ngawang Namgyel, Reichsgründer Bhutans
Mitte: Buddha Shakyamuni, der historische Buddha
Rechts: Guru Rinpoche, Mystiker, der den Buddhismus nach Bhutan brachte
 
Im rechten Seitenteil:
Rechts oben: Vajrapani, Bodhisattva in zornvoller Erscheinungsform
Links oben: Jambhala, ein Gott des Reichtums
Links unten: Jambhala
 
Im linken Seitenteil:
Rechts oben: Syama-Tara, Verkörperung der mitfühlenden Liebe
Links oben: Sita-Tara
Rechts unten: Sarasvati, Göttin der Gelehrsamkeit, Musik und Poesie
Links unten: Religiöse Texte
 
Es gibt übrigens auch eine animierte Version des Altars.

 
Bauarbeiten
Buddha

Buddha Shakyamuni, der historische Buddha, der im fünften Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in Nordindien lebte und lehrte.

 
Virtuelle Ausstellung
Der Shabdrung

Shabdrung Ngawang Namgyel, der Staatsgründer Bhutans im 17. Jahrhundert

 
Virtuelle Ausstellung
Guru Rinpoche

Guru Rinpoche, der im achten Jahrhundert den Buddhismus im gesamten Himalaya verbreitete.

 
Virtuelle Ausstellung



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