Die Wirtschaft Bhutans

Wirtschaft

Die Währung Bhutans ist der Ngultrum (1 Ngultrum = 100 Chetrum). Außerdem gilt auch die indische Rupie als offizielles Zahlungsmittel.

Grundpfeiler der bhutanischen Wirtschaft sind die Land- und Forstwirtschaft sowie die Viehzucht; hier sind nach wie vor 90 Prozent der Bevölkerung tätig. Die Erträge dieses Sektors machen knapp 40 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) aus, die meisten bäuerlichen Haushalte produzieren vorwiegend für den Eigenbedarf.

Die Königliche Regierung Bhutans unternimmt beträchtliche Anstrengungen, die wirtschaftlichen Grundlagen des Staates zu erweitern und die Sozialleistungen zu verbesssern. Neben der gezielten Förderung der 13 traditionellen Handwerkskünste forciert die Regierung die Entwicklungszusammenarbeit mit westeuropäischen Staaten, insbesondere bei der Verwirklichung von Infrastruktur- und Bildungsprogrammen. Besondere Schwierigkeiten bereitet aufgrund des gebirgigen Terrains der Straßenbau; nur knapp 2000 von insgesamt 3300 Kilometern Überlandstraße in Bhutan sind asphaltiert. Die nationale Fluglinie Druk Air fliegt hauptsächlich überregionale Destinationen wie Kathmandu oder New Delhi an, es gibt keine Eisenbahn in Bhutan.

 

 

Der industrielle Sektor wird in Bhutan von der Heimindustrie dominiert. Nur zwei Prozent der Bevölkerung sind in diesem Bereich tätig. Schwerpunkte der Produktion sind Zement, Holzwaren, alkoholische Getränke und Kalziumkarbid.

Das BIP betrug 1998 1,9 Milliarden Dollar bei einem Wachstum von 6,5 Prozent. Jeweils 38 Prozent dieses Betrages stammen aus Landwirtschaft und Industrie, nur 24 Prozent aus dem Dienstleistungssektor. Die Inflationsrate stand 1996 bei 7,4 Prozent.

Wichtigster Handelspartner Bhutans ist Indien, von wo es 77 Prozent seiner Importe bezieht. Das Handelsbilanzdefizit 1997 betrug geschätzt 32 Millionen Dollar bei einem Exportvolumen von 99 Millionen Dollar. Das Haushaltsbudget Bhutans liegt bei etwa 150 Millionen Dollar und ist beinahe ausgeglichen, die Auslandsschulden machen zirka 87 Millionen Dollar aus.

Praktisch die gesamte Elektrizität Bhutans wird aus Wasserkraft erzeugt. Schon jetzt exportiert Bhutan pro Jahr 1,5 Milliarden Kilowattstunden Strom - überwiegend nach Indien - bei einem jährlichen Eigenverbrauch von 275 Millionen Kilowattstunden. Hier sowie in der Holz verarbeitenden Industrie und im Tourismus liegen zweifellos große Potenziale für die weitere ökonomische Entwicklung Bhutans.

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Die bhutanische Hauptstadt Thimphu erlebte in den vergangenen 20 Jahren einen beträchtlichen Aufschwung.
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