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Der dörfliche Haushalt

In den meisten Dörfern in Bumthang steht eine Frau dem Haushalt vor. Grund und Boden werden von der Mutter an die Tochter vererbt, bei Eheschließungen zieht der Mann zu seiner Gattin.

 

In diesem Mikrokosmos verwaltet die Frau die Finanzen und bestimmt Zeitpunkt und Aufteilung der landwirtschaftlichen Arbeiten. Weiters obliegt ihr die Entscheidung über die Durchführung volksreligiöser Zeremonien und Rituale zum Wohle des Haushalts. Aus diesen Gründen werden auch die lokalpolitischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse maßgeblich von Frauen gesteuert. Es ist nicht ungewöhnlich, dass bei politischen Veranstaltungen auf Bezirksebene bis zu 90 Prozent der Anwesenden Frauen sind. Dennoch sind höhere, überregionale politische Ämter ebenso wie einflussreiche religiöse Positionen nach wie vor praktisch zur Gänze in der Hand von Männern.

 


Die bäuerlichen Haushalte produzieren überwiegend für den Eigenbedarf. Dabei gibt es nur wenige Arbeiten, die entweder ausschließlich von Frauen oder ausschließlich von Männern ausgeübt werden. Einzig das Eggen und das Pflügen bleibt im Wesentlichen den Männern vorbehalten, während Weben und Spinnen typische Frauenarbeiten darstellen. Aber alle anderen landwirtschaftlichen Tätigkeiten - wie die Ernte, das Dreschen oder der Transport der Produkte - sowie das Kochen und die Kindererziehung beziehungsweise -beaufsichtigung werden von beiden Geschlechtern geleistet.


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Ein altes Ehepaar genießt vor seinem Haus die letzten Sonnenstrahlen und tauscht Neuigkeiten mit einem Freund aus.
Foto von Christian Schicklgruber


In Bumthang und anderen Gebieten Bhutans wird der Großteil der landwirtschaftlichen Arbeiten von beiden Geschlechtern ausgeübt.
Foto von Christan Schicklgruber


Holz mit Bemalung, Eisenbeschläge; Maße 38,5 x 65 x 30 Zentimeter; Leihgabe von Françoise Pommaret
Diese Kiste ist mit einem fliegenden Phönixpaar und den chinesischen Zeichen für langes Leben bemalt.


Bambus; Maße: 16 x 30,5 x 11,5 Zentimeter bzw. 17 x 27 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich


Holz, Stein; Höhe 21 Zentimeter, Durchmesser 14,5 Zentimeter; Leihgabe von Christof und Marie-Noel Frei-Pont
Mörser dieser Art dienen vorwiegend zum Zerreiben von Gewürzen, insbesondere von Chili.