Der subtropische Süden | Die Nepali


Die Nepali

Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts strömten in mehreren Wellen Einwanderer aus Nepal nach Südbhutan. Sie erhofften sich hier bessere Lebensbedingungen, wurden aber vor allem als Arbeitskräfte für die Rodung der Wälder benötigt, da sie das feuchtheiße Klima weitaus besser vertrugen als die Bewohner Zentralbhutans.

 

In den letzten Jahren sorgte die nepalische Minderheit allerdings für erhebliche innenpolitische Probleme, da einige ihrer Repräsentanten ein derartiges Maß an politischer Macht forderten, dass die bhutanische Regierung die Einheit und Eigenständigkeit des Landes gefährdet sah. Daher wurde allen Nepali, die nicht nachweisen konnten, dass sie oder ihre Vorfahren schon vor 1958 in Bhutan lebten, die Staatsbürgerschaft verweigert. Viele Nepali aus Bhutan leben heute in Flüchtlingslagern in Nepal.

Nichtsdestoweniger benutzen die Angehörigen der verschiedenen Volksgruppen Südbhutans das indogermanische Nepali als gemeinsame Sprache, insbesondere im Geschäftsleben. Es ist zudem eine der offiziellen Sprachen der Nationalversammlung und des nationalen Radiosenders, und auch die staatliche Wochenzeitung »Kuensel« erscheint in einer eigenen Nepali-Ausgabe.



Die Laya im Norden
Der Osten Bhutans
Der subtropische Süden
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West- und Zentralbhutan


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Rock: indischer Seidenbrokat; Bluse: synthetisches Samtmaterial; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Ein Großteil der Bevölkerung im feuchtheißen Süden ist nepalischer Abstammung.


Diese seltene Aufnahme von 1931 in Daranga an der Grenze zwischen Bhutan und Assam zeigt Bhutaner und Nepali in traditioneller Tracht.
Foto von Colonel Weir (reproduziert mit Genehmigung der Royal Geographical Society, London)


Bambus, Rinde; Maße 104,5 x 51 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Bei der Feldarbeit im regenreichen Süden tragen Bauern einen Regenschutz dieser Art aufgeklappt über dem Rücken. Dünne Schichten Baumrinde werden in einem Bambusgeflecht gehalten.


Körper: Holz; Klammer: Eisen; Reparatureinsatz: Aluminium; Höhe 74 Zentimeter, Durchmesser 28 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Der Quirl im Gefäß wird gedreht, und Butter flockt aus. Dieses Gefäß wird von der nepalesischen Minderheit im Land verwendet.


Holz, Eisen; Sichel: Länge 24 Zentimeter; Halterung: Maße 4,5 x 15,5 x 17 Zentimeter, Durchmesser 12,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Frauen nepalesischen Ursprungs tragen nicht nur bei der Feldarbeit Sicheln bei sich; sie gelten auch als Teil der Tracht. Die Sicheln werden in kunstvoll geschnitzten Scheiden an der Hüfte getragen.