Der Osten Bhutans | Die Brokpa

Die Brokpa

Das Wort »Brokpa« bedeutet im tibetischen Kulturraum eigentlich »Viehhirte«, wird in Bhutan aber ausschließlich für die Bewohner des regenreichen Sakteng- und des Merak-Tales benutzt.

Die Haupteinnahmequelle der Brokpa sind die Schaf- und die Yakzucht. Aus der Wolle dieser Nutztiere stellen Brokpa-Frauen kunstvolle Webereien her.

 

Die traditionelle Brokpa-Tracht ist in Bhutan einzigartig. Die Frauen tragen ein dem mexikanischen Poncho ähnliches Gewand mit einer roten Jacke, die im unteren Abschnitt mit eingewebten Mustern oder Tierfiguren geschmückt ist. Die Kleidung der Männer umfasst Ledergamaschen, Wollhose und -jacke sowie eine ärmellose Fellweste, die über der Jacke getragen wird und deren Fell bei Regen nach außen gestülpt werden kann. Als Kopfbedeckung dient bei beiden Geschlechtern eine Kappe aus Yakfilz mit mehreren dicken, langen Zipfeln, an denen das Regenwasser abfließen kann.

Die Laya im Norden
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Wollstoffe werden im für seine Webkunst bekannten Gebiet der Brokpa vor allem am Trittwebstuhl verwoben.
Foto von Anthony Aris


handgesponnene Seide; Maße 306 x 94 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Fein gearbeitetes Gewebe mit dem zentralen Diamantmotiv, das die komplizierte Weberei mit zusätzlichen Kett- und Schussfäden zeigt.


Holz, Bambus, Eisen; Maße 41 x 43,5 x 32,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Fast jeder Haushalt produziert Wolle. Mit solchen Spinnrädern arbeiten nur Frauen, mit der Handspindel auch Männer.