Die Laya im Norden

Die Laya im Norden

Das nördliche Hochland entlang den Hängen des Himalaya ist von den Tälern Zentralbhutans durch hohe Gebirgspässe getrennt. Dieses karge Gebiet, in dem im Wesentlichen Gerste, Hochgebirgsweizen, weiße Rüben und Kartoffeln gedeihen, wird von den Linkshi, den Lunana und den Laya bewohnt.

 

Die Laya sprechen einen Dialekt der bhutanischen Staatssprache Dzongkha, der jedoch aufgrund seiner zahlreichen Abweichungen von der Lingua franca für Uneingeweihte kaum zu verstehen ist.

Während die Linkshi und die Lunana zumeist die übliche bhutanische Tracht tragen, verfügen die Laya über eigene traditionelle Gewänder: Die Kleidung besteht zumeist aus Yakhaar und Schafwolle, die auf Gurtwebstühlen verwoben werden. Die klassischen Komponenten der Laya-Tracht sind ein schwarzes Hemd beziehungsweise ein schwarzer Rock mit hellen Längsstreifen, eine schwarze Wolljacke, schwere Filzstiefel sowie ein kegelförmiger Hut aus Bambus. Der Schmuck ist überwiegend aus Silber gefertigt und wird auf dem Rücken getragen.

 



Die Laya im Norden
.  Lebensgrundlage Yak
Der Osten Bhutans
Der subtropische Süden
West- und Zentralbhutan


Top |  Home |  Sitemap |  Suche |  Glossar |  Die Objekte |  Führung  |  Hilfe

Die Laya sind für ihre eigentümliche Tracht bekannt. Hervorstechendstes Accessoire ist ein kegelförmiger Hut aus Bambus.
Foto von Erich Lessing


Korb, Bambus, Leder; Maße 50 x 52 x 34 Zentimeter; Leihgabe von Françoise Pommaret
Den Trage- oder Vorratskorb schützen Lederverstärkungen vor Regen und Schnee.


Eine Frau aus dem Hochtal von Laya auf etwa 4000 Meter Seehöhe vor ihrem Sommerzelt aus Yakhaar.
Foto von Robert Dompnier


Bluse, Wickelrock und Jacke: gerauter Wollstoff, an der Jacke Einsätze aus importierten tibetischen Stoffen; Hut (layap bulo): Bambusgeflecht mit eingearbeiteter Baumrinde; Stiefel: geraute Wolle, Leder; reicher Schmuck aus verschiedensten Materialien; Leihgabe aus dem Museum für Völkerkunde Wien
Die Laya sind halbnomadisierende Yakzüchter im gebirgigen Norden Bhutans. Ihr Lebensstil prägt auch ihre traditionelle Kleidung.


Horn mit Knochenplatte; Länge 50 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Yakhörner werden oftmals über dem Hauseingang angebracht, um schädlichen Kräften den Eintritt zu verwehren. Sie werden aber auch auf Steinsetzungen in der Landschaft deponiert, was auf alte vorbuddhistische Praktiken von Opfern an die Gottheiten der Natur schließen lässt. Auf Yakhörnern, deren rituelle Verwendung und symbolische Belegung in vorbuddhistische Zeit zurückreicht, stehen oftmals heilige Formeln des Buddhismus, wie in diesem Fall die Inschrift »O mani padme hum«.