Die Ausstellung in Zaragoza | Der Süden Bhutans

Der Süden Bhutans

Im subtropischen Süden des Landes siedelten sich im Lauf der Jahrhunderte verschiedenste Volksgruppen an, deren zahlenmäßig bedeutendste die Nepali darstellen. Sie sorgten in den letzten Jahren für erhebliche politische Diskussionen.

 
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Die Bewohner des Südens bauen vor allem Reis, Mais sowie Hirse an und halten Vieh. Hier wurden auch die ersten kommerziell bedeutenden Kardamom- und Orangenpflanzungen angelegt.
Im südlichen Tiefland siedeln mehrere ethnische Gruppen mit eigenständigen kulturellen Traditionen. Seit Beginn dieses Jahrhunderts kamen viele Einwanderer aus Nepal hinzu. Die Regierung Bhutans hatte sie eingeladen, das Land an der Grenze zu Indien zu bewirtschaften, da das subtropische, vom Monsun geprägte Klima den bhutanischen Bergbewohnern nicht verträglich war.
Einige Volksgruppen folgen dem Hinduismus, andere sind Buddhisten. In manchen Regionen sind bis heute schamanistische Riten gebräuchlich.
Als Angehörige verschiedener Sprachgruppen benutzen sie das indogermanische Nepali als gemeinsame Sprache, das in Bhutan weit verbreitet ist. Es ist eine der offiziellen Sprachen der Nationalversammlung, des nationalen Radiosenders und einer Ausgabe der einzigen Zeitung.
Bis in die jüngste Vergangenheit wuchs der Strom nepalischer Einwanderer stark an. Sie erwarteten sich hier bessere Lebensbedingungen als in ihrem Heimatland. Einige politische Gruppierungen dieser Minorität haben in den letzten Jahren ein derartiges Maß an politischer Macht gefordert, dass die bhutanische Regierung die Einheit und Eigenständigkeit des Landes gefährdet sah. Daher wurde allen Nepali, die nicht nachweisen konnten, dass sie oder ihre Vorfahren schon vor 1958 in Bhutan lebten, die Staatsbürgerschaft verweigert. Viele Nepali aus Bhutan leben heute in Flüchtlingslagern in Nepal.