Die Ausstellung in Leiden | Die Volksgruppen Bhutans

Die Volksgruppen Bhutans

In diesem Raum werden exemplarisch vier Volksgruppen aus Bhutan näher vorgestellt, nämlich die Laya, die Brokpa, die nepalische Minderheit und die größte Ethnie Bhutans, die Drukpa.

 
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Der Großteil der Bhutaner lebt in Dörfern im mittleren Hügelland zwischen 1000 und 2800 Metern Seehöhe. Die bäuerlichen Haushalte produzieren hauptsächlich für den Eigenbedarf, und zwar vor allem Reis, Gerste und Weizen sowie süßen und bitteren Buchweizen. Seit jüngerer Zeit werden auch Kartoffeln für den Verkauf angebaut. Viele Haushalte halten Rinder, Schafe, Yaks oder Hühner.
Nur wenige Arbeiten werden entweder nur von Frauen oder nur von Männern geleistet. Beide Geschlechter ernten, dreschen oder transportieren landwirtschaftliche Produkte in Rückentragen. Häusliche Aufgaben wie Kochen oder die Beaufsichtigung der Kinder obliegen zwar vorwiegend, aber nicht ausschließlich den Frauen.
Typische Frauenarbeiten sind Weben und Spinnen. Männer pflügen, eggen und bearbeiten Holz. Wo Maschinen eingeführt wurden, werden sie meist von Männern bedient.
In vielen Gegenden des Mittellandes werden Haus und Land von der Mutter auf die Tochter vererbt. Die Frau bleibt auch nach der Hochzeit in ihrem Mutterhaus, der Ehemann zieht zu ihr. Diese Erbregelung verleiht den Frauen eine wichtige Position im Haus und im dorfpolitischen Entscheidungsprozess.
An den Hebeln der überregionalen Macht sitzen aber ausschließlich Männer. In der Geschichte Bhutans ist seit jeher politische Macht von religiöser Autorität getragen. Männer verwalten die Lehre des Buddha und schreiben den Frauen eine untergeordnete Stellung zu.
 
An den Hängen des Himalaya weiden auf Seehöhen zwischen 3500 und 5000 Metern Schafe und vor allem Yaks. Die Yaks liefern die Lebensgrundlage der halbnomadischen Viehzüchter. Ihr Haar wird zu wetterfesten Zelten versponnen, ihr Fleisch gegessen oder gegen Reis eingetauscht, ihre Milch zu Butter und Käse verarbeitet. Yaks tragen Lasten oder ziehen die Pflüge auf den kleinen Feldern der Bergbewohner. Getrockneter Dung liefert Brennmaterial.
Im Sommer leben die Hirten in Zelten aus schwarzem Yakhaar, im Winter meist in Steinhäusern, die auch als Vorratslager dienen.
Bevor die Bergpässe im Winter durch Schnee versperrt werden, ziehen die Bergbewohner im Oktober in die zentralen Täler, wo sie ihre Produkte gegen Reis und Handwerkswaren eintauschen. Früher wurden diese Geschäfte vorwiegend im direkten Naturalientauschhandel abgewickelt, heute verdrängt zunehmend die konventionelle Geldwirtschaft das alte System.
Die meisten Viehzüchter besitzen eigene Herden; manche allerdings sind gezwungen, die Tiere von wohlhabenden Bauern oder Städtern zu hüten.