Die Ausstellung in Leiden | Die Monarchie, Teil 1

Die Monarchie, Teil 1

In diesem Bereich wird die Geschichte des Shabdrung Ngawang Namgyel erzählt, der im 17. Jahrhundert den ersten bhutanischen Zentralstaat gründete.

 
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Im Jahr 1616 musste der Kleriker Shabdrung Ngawang Namgyel aus Tibet fliehen. Er reiste nach Bhutan, das zu dieser Zeit aus zahlreichen kleinen, unabhängigen Fürstentümern bestand. Dem Shabdrung gelang es, diese weitgehend autonomen Reiche erstmals zu einem zentralen theokratischen Staat zu vereinigen. Durch kluge Allianzen, sein Charisma als Lama, aber auch mit Hilfe überlegener militärischer Strategien erlangte er die uneingeschränkte Herrschaft im Land. Im Lauf der Jahre gliederte er Region um Region in sein schriftlich verwaltetes Reich ein und legte den Grundstein zur Schaffung einer bhutanischen Gesellschaft. Viele der Dinge, die der Shabdrung einführte, bestimmen heute noch die nationale Identität der Bhutaner. So schuf er ein Rechtssystem, das das Leben aller Bhutaner regelte und bis vor wenigen Jahren in Kraft war. Auch zahlreiche mönchische Rituale gehen auf den Shabdrung zurück, und seine Schutzgottheit Mahakala ist heute der Beschützer der königlichen Familie. Die Drukpa-Kagyüpa-Schule, der Shabdrung Ngawang Namgyel angehörte, ist heute Staatsreligion in Bhutan. Nach seinem Tod im Jahr 1651 kehrte der Shabdrung in mehreren Reinkarnationen wieder. Dennoch verlor das Land ohne seine politische Integrationsfigur seine Stabilität. Verschiedene Regionalfürsten griffen nach der Zentralmacht und stürzten das Land in einen über 200 Jahre dauernden Bürgerkrieg.