Die Ausstellung in Leiden | Der Hausaltar

Der Hausaltar

Dieser Bereich behandelt den Synkretismus aus Buddhismus und vorbuddhistischer Naturreligion, der sich auf eindrucksvolle Weise in Ritualen an Berggötter äußert, die nach buddhistischen Prinzipien durchgeführt werden.

 
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Die Kosmologie des Buddhismus gliedert die Welt in die drei Bereiche Himmel, Erde und Unterwelt. Die erleuchteten Buddhas und Heiligen befinden sich jenseits dieser drei Sphären der Transmigration.
Im Himmel herrschen die Himmelsgötter, während Naturgottheiten die Untwerwelt regieren und sich die Erde mit den Menschen teilen. Auch diesen Naturgöttern werden übernatürliche Kräfte zugeschrieben, die das Leben und die Umwelt des Menschen beeinflussen. Guru Rinpoche bezwang in magischen Kämpfen viele dieser Numen und verpflichtete sie dem Buddhismus und dem Schutz der lokalen Gemeinschaften. So wurden sie in das Glaubenssystem des Buddhismus integriert und erfüllen so weiterhin das menschliche Verlangen nach übernatürlicher Hilfe. Dies ist nötig, da die religiösen Bedürfnisse der Laienbevölkerung nicht allein vom Streben nach Erleuchtung befriedigt werden können. Viele Menschen in Bhutan leben unter schwierigsten Bedingungen und benötigen daher den Beistand göttlicher Kräfte.
Die Bhutaner leben in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Göttern. Jeder natürlichen Erscheinung - seien es Berge, Seen, Flüsse, aber auch jedem Stück Ackerboden - wird ein übernatürliches Wesen zugeschrieben. Ihnen gehört die Welt.
Die wichtigsten Schutzgottheiten verkörpern sich in den heiligen Bergen. Sie beschützen die Menschen, die in ihrem Einflussbereich geboren wurden oder hier leben. Dafür fordern sie regelmäßige Verehrung und Opfergaben. Aber die Berge verlangen auch harmonische soziale Beziehungen unter der Bevölkerung. Wenn nur ein Einzelner eine soziale Norm bricht, kann der Berg der Gemeinschaft seine Unterstützung entziehen. Das Individuum steht daher unter sehr großem sozialen Druck, sein Leben und seine Taten entsprechend den gesellschaftlichen Regeln zu gestalten.
Die heiligen Plätze müssen rein gehalten werden. Werden die Götter gestört oder werden ihre Orte verschmutzt, können sie sich an den Menschen rächen.