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Die Verehrung der Tsen-Gottheiten

Profane Tätigkeit und religiöses Tun sind in Bhutan nach wie vor eng miteinander verknüpft. Ständig steht der Mensch mit seinen lokalen Gottheiten (tsen*) in Berührung. Schlimmes kann geschehen, stört ein Mensch die Ruhe dieser Götter, verunreinigt er ein Gewässer, in dem ein schlangenhaftes Wesen (lu*) weilt, oder pflügt er durch den Boden eines Shibdag*.

 

 

 
Priester verehren die lokalen Gottheiten Zoom

 

Es ist aber dennoch nicht so, dass die Bhutaner in ständiger Furcht vor ihren nichtmenschlichen Nachbarn leben müssen. Menschen und Götter haben gelernt, miteinander auszukommen.

Die Götter einer bestimmten Region werden zu fix festgesetzten Zeiten rituell verehrt, und es werden ihnen Opfergaben angeboten. In diesen Ritualen wird die Beziehung und gegenseitige Erwartungshaltung zwischen Menschen und Göttern immer wieder reproduziert.

Lokalgottheiten werden verschieden dargestellt. Diese Götter können den Menschen gegenüber positiv, aber auch negativ eingestellt sein. Für ihr Wohlwollen und ihren Schutz verlangen sie Opfergaben und Respekt vor ihren Orten. Ihre Symbolfarbe ist meist Rot.

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Die Shibdag, die »göttlichen Besitzer des Bodens«, wohnen auch im Ackerland. Für jede Ruhestörung, wie zum Beispiel durch Pflügen, müssen sie rituell besänftigt werden.


Glocken, Vajras sowie Schlag- und Blasinstrumente gehören zur Grundausstattung eines buddhistischen Rituals.
Foto von Jon Warren


Standmaske, Holz; Höhe 38 Zentimeter, Breite 29 Zentimeter; Leihgabe aus den National Museums & Galleries on Merseyside, Liverpool
 
Tsen*-Darstellungen in Maskenform werden in Altarräumen aufbewahrt. Sie gelten hier als Beschützer der buddhistischen Lehre. Die Laienbevölkerung wenden sich auch um Schutz im realen Leben an sie.