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Verehrungstext

Wer dem a pha yul lha opfern will,

errichte weiße und rote Torma mit Nahrung (phud skyems). Betet man (die Silben) ram yam kham, so fülle man den Ozean an Opfergaben, die vom Geist erschaffen wurden, in ein Gefäß aus Juwelen, so groß wie Wolken. Nachdem man drei mal ohm a hum rezitiert hat, soll man sich vorstellen, a pha yul lha mit seiner Gefolgschaft einzuladen, durch das Licht, das das Herz ausstrahlt. Man stelle sich vor, eine Gottheit zu sein. Dann soll das Gebet beginnen, indem man rezitiert "Oh, in der Sphäre der reinen Weisheit, seit endloser Zeit".

Einer der frei von den drei Giften (sgo gsum) ist,

der mächtig ist, der der Grund von Frieden und Glück ist, das bist du, a pha yul lha. Du erhebst dich aus der Sphäre der reinen Weisheit seit endloser Zeit. Indem du mit all den wunscherfüllenden Opfern (kun bzang sprin), wie eine Wolke, bewirtet bist, um angenehm gestimmt zu sein, bitte komme hierher und bleibe dauernd bei uns. (Dann eine einladende Mantra: bdzras ma ya dza)

Die stofflichen Opfer,

die aus dem Herzen kommen, an die sechs Sinne (dbang drug), alle angenehmen Dinge seien geopfert: Getreide, Gerste, Bier, Milch, Butter, Joghurt, Blumen, Weihrauch, Butterlampen, Parfum, Wasser, Flöten- und Trompetenspiel, Trommeln, Zimbeln – wir opfern all diese Dinge an unseren Gott. Wir opfern als Trank einen See an exzellentem Nektar und Blut, schöne und wohlschmeckende torma, schöne Dinge, schöne Körper, melodiösen Klang, süßen Geruch. Alle Opfer an Götter und Menschen haben wir geopfert. Möge dein Herz erfüllt sein mit diesen Opfern an Tsampa, glosendem Weihrauch, Seide, Gartenblumen, schnell galoppierenden Pferden, männlichen und weiblichen Yaks, Schafen, Ziegen, Wildtieren, Büffeln, wunscherfüllenden Kühen, Zhos, Pfauen, Schwäne, Kranichen und allen schönen Kreaturen. Nachdem ich all das geopfert habe, möge dein Herz erfüllt sein.

Mögen alle Segnungen auf mir,

den hochrangigen Leuten, den Wohltätern, den Sponsoren und allen täglichen Aktivitäten sein. Wenn es irgendwelche Fehler gibt, Unzulänglichkeiten im Verhalten, Verunreinigungen im Stofflichen und im Geistigen, wenn unsere Gesinnung verwirrt ist, irgendetwas in unserem Herd verbrannt ist, wenn wir irgendwelche Fehler dieser Art gemacht haben, bitte vergib sie uns, und mögen wir deinen Segen erhalten. Beschützer der heiligen Lehre a pha yul lha mit all deiner Gefolgschaft, ich mache Opfer an euch alle. Drei- oder siebenmal soll man diese Mantra aufsagen.

Oh Buddha,

großer Befreier aller Lebewesen von großer Güte. Obwohl die wundersame Güte des Buddha nicht sicher ist gemäß der Gesinnung der Lebewesen, manifestierst du dich in dieser Form, um das Glück der Lebewesen zu erhöhen. Du selbst hast die Form des Buddha angenommen. Ich bete zu dir, der du die Form des yul lha aller Lebewesen angenommen hast, um den Frieden und das Glück der Lebewesen zu vermehren und die Lehre des Buddha. Ich bete zu dir, dessen Güte die aller Lebewesen überragt, indem du die Form von yul gzhi bdag, die von mkhar gyi rce lha (Gott der Befestigungsspitze), von sgo lha (Torgott), des Gottes des yak, Gottes des Hauses, Gottes des Tigers, die Form von gel thung, von dgra lha, die Form des Gottes des weiblichen Wildes, des Gottes der Felder, des Weggottes don grup, des Gottes der Pferde dmag dpon und des Viehgottes rma gyang, des Gottes des Reichtums, von rgyal po sogs, des Gottes des Handels, don grup und die Form des Königs all der lokalen Götter angenommen hast. Wie Könige ihre Untergebenen beschützen, so mögen wir von dir beschüzt werden. Deine Güte ist überall, sie erstreckt sich auf alle Lebwesen dadurch, dass sie Form in all den Göttern angenommen hat.

Wie ich dir Opfer darbringe,

will ich dich um einige Gefallen bitten. Das Haupt der Drei Juwelen sei hoch. Mögen die Klöster, in denen das Rad des Dharma gedreht wird, die rituellen Zentren, die Praktiker der Sutren und Tantren, mögen sie alle immer von Wohltätigen unterstützt werden. All die Wünsche der Lebewesen seien erfüllt von der Kraft der Segnung des Dreifachen Juwels (mchog gsum), der Lama und der reinen Götter. Alle Wünsche mögen erfüllt werden. Alle Krankheiten, Krieg, Hunger, Frost und Hagel und Unkraut in den Feldern, all diese Dinge, seien sie abgewehrt. Möge der Regen zur rechten Zeit kommen, mögen dadurch Felder und Vieh gedeihen. Von allen dämonischen Kräften (dgra bgegs rgyur gsum), von teuflischen Gedanken an einen, von verschiedenen Arten böser Geister (sbad 'dre rbed gtor), von allen, die böse Gedanken gegen einen hegen, möge ich von allen bösen Einflüssen beschützt sein. Mögen unser Glück, Lebenszeit und Ruhm sich vermehren. Die auf Reisen sind und die zu Hause weilen, all ihre Wünsche sollen so erfüllt werden, wie ich euch bitte.

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