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Torma des Paro-Tales

Die Zusammenstellung von Darstellungen lokaler Gottheiten als Teigfiguren variiert von Gegend zu Gegend. Hier ist exemplarisch ein Ensemble aus dem Paro-Tal angeführt.



Am linken Rand des Hausaltares steht die Figur für das Glück aller heiligen Besitzer der Erde, der Shibdag. Daneben soll eine weitere allgemeine Figur Glück aus allen Himmelsrichtungen darstellen. Eine Schale mit Mehl und Butter wird gleich daneben angeboten. Eine Figur des Berggottes Ödöpa schließt diese äußere Gruppe ab.

Im Mittelteil des Altars steht die gesamte heilige Landschaft vom Dorf bis hinauf an die tibetische Grenze in Teig nachgebaut. Dieser lokalen Prominenz wird einer der größten Beschützer der Lehre für alle Schulen des tibetischen Buddhismus zur Seite gestellt, nämlich König Pehar.

Doch beginnen wir wieder von links nach rechts: den Anfang bildet Ödöpa selbst, an ihn richtet sich das Ritual vor allem. Ihm zur Seite steht Jichu Drakye, ein eisbedeckter Berg am Eingang ins Paro-Tal, der Wächter über die Stadt Paro und Umgebung. Daneben steht der soeben erwähnte und im ganzen Einflussraum des Vajrayana-Buddhismus verehrte Pehar.

Die zentrale Figur trägt den Namen der gesamten Zeremonie - lha bsang*. Teigapplikationen daran stellen den Kosmos mit den drei Ebenen Himmel, Erde und Unterwelt dar. All dies soll von bewussten und unbewussten Verunreinigungen (grib) gereinigt werden. Der nächste ist Ap Genyen, der Kriegsgott (dra lha) Bhutans, Beschützer der Staatsreligion und Yül lha der Hauptstadt Thimphu. Er wird von Chari Tsen flankiert, dem Yül lha des Nachbardorfes.

Um keinen der lokalen Besitzer des Landes zu vernachlässigen oder gar zu vergessen, gilt die letzte Torma* dieser Gruppe den Shibdag* allgemein. Der Gottheit Tsheringma, die sich nach bhutanischen Vorstellungen auf dem über 7000 Meter hohen Berg Chomolhari aufhält, ist die Teigfigur rechts davon gewidmet. Auch sie wird weit über die Grenzen Bhutans hinaus im ganzen buddhistischen Himalaya und in Tibet verehrt. Eine weitere »Glückstorma« für sie schließt den rechten Rand der Gruppe ab.

Vor diesen Gottheiten werden verschiedenste Opfergaben wie etwa Milch, Butter, Wasser, Räucherwerk, Blumen oder Wein in einer Schädelschale sowie einige Butterlampen aufgebaut.

 

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Die Teigfiguren auf dem Hausaltar stellen verschiedenen Gottheiten des tibetischen bzw. bhutanischen Buddhismus dar. Ihre Anordnung kann von Region zu Region variieren. Die Götter auf diesem Bild sind für das Paro-Tal von besonderer Bedeutung.