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Infrastruktur und Götter

Die Empfindlichkeit in Bezug auf Ruhestörungen aller Art beschränkt sich nicht nur auf Berggötter, sondern betrifft auch all die Tsen*-Gottheiten in den Felsen oder die Lu* in den Gewässern.

 

 

Es ist leicht nachzuvollziehen, welch sensible Vorgehensweise Entwicklungsprojekte erfordern, die zum Beispiel durch den Bau von Straße oder Staudämmen massiv in die Landschaft eingreifen, wenn sogar nach dem Pflügen des Ackers die Gottheiten der Erde rituell besänftigt werden müssen.

Die Befindlichkeit der Landschaftsgottheiten nach solch extremen Ruhestörungen, wie Entwicklungsprojekte sie verursachen, werden von den Bewohnern der betroffenen Dörfer unterschiedlich bewertet. Manche sind der Ansicht, die Götter könnten durch einfache Zeremonien wieder zufriedengestellt werden, andere aber führen alle Arten von Schicksalsschlägen wie Krankheiten oder Missernten auf den Zorn der belästigten Gottheiten zurück. Die so entstandenen divergierenden Ansichten führen im schlimmsten Fall bis zur Spaltung der Dorfgemeinschaften.

Bricht die Harmonie zwischen Gott und Mensch, so bricht auch die Harmonie zwischen den Menschen.

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Wandmalerei auf Stoff; 19. Jahrhundert; 245 x 121 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich (Ausschnitt)
Stört ein Mensch die Wohnorte der Lu* oder verschmutzt er sie, wird schwerer Schaden den Verursacher oder auch die ganze Gemeinschaft treffen. Als Gewährer von Fruchtbarkeit können die Lu* Dürre oder Krankheit senden.