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Am See von Mebartsho

Da er sich für religiöse Dinge interessierte, erhielt Pema Lingpa Unterricht bei seiner Tante Drubthob Zangmo, der Partnerin des »Eisenbrückenbauers« Thangtong Gyalpo. Eines Tages erschien ihm Guru Rinpoche und übergab ihm eine Schriftrolle mit Prophezeiungen zur Entdeckung verborgener Schätze. Den Angaben folgend, machte er sich mit Freunden auf den Weg nach Mebartsho, wo in einer Schlucht ein kleiner See liegt. Kurz vor der Schlucht zeigte Pema Lingpa plötzlich ein seltsames Aussehen und sprang dann vollständig bekleidet in den See. Als er wieder auftauchte, hielt er ein Schatzkästchen mit religiösen Gegenständen in Händen.

 

Dieser Vorfall erregte große Verwunderung, und einige Personen begannen böswillige Gerüchte zu verbreiten. Als Pema Lingpa an einem anderen Tag wiederum in den See tauchen wollte, versammelten sich deshalb viele Zuseher am Ufer. Eine Butterlampe in der Hand haltend, sprach Pema Lingpa: »Falls ich ein Dämon bin, werde ich sterben. Falls ich aber der geistige Nachfolger Guru Rinpoches bin, werde ich Schätze finden, und meine Lampe wird noch brennen, wenn ich wieder auftauche.« Pema Lingpa sprang ins Wasser, erschien nach kurzer Zeit wieder an der Oberfläche und hielt einen Ritualschädel, eine Buddhastatue und die brennende Butterlampe in seinen Händen. Das Volk glaubte von nun an an ihn, und sein Ruf als Tertön* verbreitete sich rasch.

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In diesem Gewässer soll Pema Lingpa seinen ersten, von Guru Rinpoche auf dem Seegrund hinterlegten Schatz gefunden haben.
Foto von Christian Schicklgruber