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Auftritt der Clowns

Noch vor den Mönchen betreten die Atsaras* - Clowns oder Spaßmacher - die Bühne. Ihre Masken und exzessiven Possen werden die Mönche herausfordern. Sie gelten als die Vertretung der Acaryas, der religiösen Meister Indiens und sind die Einzigen, die sich über die Religion lustig machen dürfen.

In ihren Scherzen verbirgt sich aber auch eine tief religiöse Bedeutung: Der Buddhismus lehrt, dass dem Menschen die Absolute Wahrheit (prajnaparamita*) verschlossen bleibt, solange er im Kreislauf der Wiedergeburten verweilt. Demnach kann auch das von Mönchen Dargestellte nicht diese letzte Einsicht sein. Den Clowns kommt nun die Rolle zu, das Dargestellte gegenüber diesem Letzten zu relativieren.


Nicht jeder Zuseher wird diesen philosophischen Hintergrund des Treibens der Clowns verstehen. Alle werden hingegen mit Späßen und erotischen Anzüglichkeiten der derbsten Art unterhalten. Auch in dieser Beziehung dürfen die Atsaras* vermeintliche Tabus verletzen. Denn auch Anstand und gute Sitten sind relativ und letztlich nur Produkte des menschlichen Geistes. So gesehen, kann auch das Überschreiten von Grenzen zur Erleuchtung führen.

 


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Ein als Maskentänzer verkleideter Clown kommentiert das Geschehen. Besonders wenn das Publikum zu ermüden beginnt, kommt ihm eine wichtige Rolle zu.
Foto von Christian Schicklgruber


Die Clowns, die zumeist auch von Mönchen dargestellt werden, erklären neben ihren Späßen dem Publikum in einfachen Worten, was in der Aufführung zu sehen ist.
Foto von Christian Schicklgruber


Die ofmtmals obszönen Kommentare der Clowns erinnern an Geschichten aus dem Leben des Heiligen Drukpa Künle.
Foto von Christian Schicklgruber