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Opfergaben

Für sämtliche Rituale ist ein Minimum an Opfergaben erforderlich, die entweder auf dem Altar vor Bildwerken, Thangkas*, Büchern, Miniaturstupas oder vor Fotografien von Heiligen und Lehrern aufgestellt werden.

Das übliche Arrangement umfasst sieben in einer Reihe aufgestellte Schalen. Die ersten beiden enthalten Wasser zum Trinken und Waschen. Die dritte ist mit Getreidekörnern gefüllt sowie mit Blumen bzw. Blumengehängen, je nachdem ob das Ritual zu Ehren einer weiblichen oder männlichen Gottheit begangen wird. In der vierten Schale befinden sich Getreidekörner und mehrere Weihrauchstäbchen als Opfergabe, die den Geruchssinn anspricht. Die fünfte ist eine Butterlampe, die wie Sonne und Mond die Finsternis erhellt; sie symbolisiert die Vertreibung der Dunkelheit des Unwissens. Die sechste enthält parfümiertes Wasser, das den Geist beruhigen soll. In der siebenten Schale befindet sich zumeist ein Essopfer in Gestalt eines rituellen Kuchens. Gelegentlich wird eine achte Schale mit Getreide als Symbol der Musik aufgestellt.

Bei Opfern an die Schutzgötter beschränkt man sich auf fünf Schalen. In der ersten befindet sich Wasser als Symbol für Blut, in der zweiten ein herzförmiger Kuchen aus Tsampa, der die fünf Sinne (Augen, Ohren, Nase, Zunge und Herz) symbolisiert. Die Weihrauchstäbchen in der dritten Schale sollen den Geruch von siedendem Fett evozieren, die vierte Schale enthält gallig schmeckendes Wasser. Der kleine, rote, dreieckige Kuchen in der letzten Schale steht als Sinnbild für ein Opfer aus Fleisch und Knochen. All dies sind symbolische Gaben, die durch Meditation, Rezitation von Mantras und zeremonielle Handbewegungen in die rituell erforderlichen Substanzen verwandelt werden sollen.

 
Körnerbehälter Zoom

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Butterlampe (chökong), Gold; 19. Jahrhundert; Höhe 21,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem Paro-Dzong
Den Göttern wird nach alter indischer Tradition Licht geopfert und dadurch religiöser Verdienst erworben. Die Schale ist neben Rankwerk mit den acht buddhistischen Glückssymbolen verziert, wobei je zwei gemeinsam angeordnet sind. Den Fuß bilden zwei Reihen umlaufender Lotusblütenblätter.


Körnerbehälter (drubhor), Silber mit Feuervergoldung; Höhe 12 Zentimeter, Durchmesser 8,5 Zentimeter; Leihgabe aus einer Privatsammlung
Die Totenköpfe an Bauch und Deckel des Behälters weisen auf die acht Meditationsorte der Yogis hin. Den Knauf bildet ein halber Vajra*. Die Körner im Gefäß werden im Lauf der Zeremonie vom Lama verstreut, um Segen und Glück zu bringen.