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Die Bodhisattvas

Die Gestalt des Bodhisattvas - des »Erleuchtungswesens« - ist ein wesentliches Merkmal des Mahayana-Buddhismus. Er wurde für die Anhänger des neueren Buddhismus zum Leitbild der Verwirklichung des Erlösungsweges.

Ein Bodhisattva ist jemand, der den Weg zur Erleuchtung gewählt hat. Seine Bemühungen um die erlösende Erkenntnis zielen aber nicht auf die eigene Befreiung, sondern sind von einer altruistischen Motivation bestimmt: Das Mitleid mit allen Lebewesen wird wichtiger als die Endgültigkeit der eigenen Erlösung. Hat er die Erleuchtung erreicht, geht er nicht ins Nirvana ein. Stattdessen wirkt er weiter als aktiver Helfer zur Befreiung aller im Kreislauf der Wiedergeburten leidenden Wesen. Bis nicht alle Wesen - dazu gehören nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und Götter - zur Erleuchtung geführt sind, nimmt ein Bodhisattva das von ihm verdiente Nirvana nicht an.



So werden Bodhisattvas als Verkörperung der Qualitäten Buddhas verstanden und gelten als Emanationen der Buddhas, um zum Wohle der Lebewesen wirken zu können. Das Bodhisattva-Ideal prägt den Beginn einer langen und beschwerlichen Laufbahn als Buddhist: Man beginnt den Weg zur Hervorbringung des Erleuchtungsgedankens mit der Absicht, diese nicht für sich, sondern zum Wohle aller Lebewesen zu verwenden.

Die Menschen richten sich mit verschiedensten Anliegen an Bodhisattvas um Hilfe. Mönche bitten um Unterstützung in ihrem Streben nach Erleuchtung, Bauern um die Fruchtbarkeit ihrer Felder oder Soldaten um Schutz vor den Bedrohungen des Krieges.

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Kupfer mit Feuervergoldung, partielle Bemalung, besetzt mit Türkisen; 19. Jahrhundert; Höhe 23 Zentimeter; Leihgabe von Tobgye S. Dorje
Alle Erscheinungsformen der Tara sind Verkörperung der schützenden Aktivität des erleuchteten Mitleids. Da auf dem Boden des handelnden Mitgefühls die Erleuchtung heranreift, wird Tara auch die »Mutter aller Buddhas der drei Zeiten« genannt. Ihr linkes, auf dem Lotusthron ruhendes Bein zeigt ihr Verweilen in Meditation, der herab hängende rechte Fuß zeigt, dass sie daraus zum Wohle aller Wesen wirkt. Die linke Hand ist in der »Geste der dreifachen Zuflucht« erhoben, die rechte liegt in der »Geste der Wunschgewährung« über dem Knie. Die Lotusblüten an beiden Seiten zeigen, dass kraft ihrer Güte unaufhörlich erleuchtete Wesen hervortreten mögen.

Thangka, Höhe 95 Zentimeter, Breite 70 Zentimeter; Leihgabe von Michael Rutland
Der Bodhisattva Vajrapani gilt als Emanation des Buddhas Akshobhya. Die zornvolle Erscheinung soll alle Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung zerstören. In dieser Form hütet er auch die tantrischen Geheimlehren.