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Die Entwicklung der Lehre

Von Buddha Shakyamuni selbst existieren keine schriftlichen Überlieferungen. Es war daher für die religiösen Meister der folgenden Jahrhunderte leicht, Buddhas Lehre aus- und umzubauen und in einem großen literarischen System niederzuschreiben. Diese Schriften enthalten, was Buddha nach Ansicht der späteren Generationen dachte und tat.

Schon bald nach dem Fortgang Buddhas ins Nirvana bildeten sich verschiedene Richtungen des Buddhismus. Der Grund für diese frühen Spaltungen lag im Fehlen einer Hierarchie, der geografischen Zerstreuung der Anhängergemeinden und vor allem in der Weiterentwicklung der buddhistischen Lehre.

Obwohl in allen Ausprägungen weiterhin der Erlösungsweg und die »Nicht-Ich-Lehre« im Mittelpunkt standen, entwickelten sich sehr komplizierte philosophische Modelle einer Welterklärung, die sich mit den Phänomenen der Erscheinungswelt, der Psyche, der Atomlehre, mit den verschiedenen Arten von zeitlichen Zuständen oder der Kausalitätslehre beschäftigten. Die einzelnen Traditionen betrachten aber ihre jeweiligen Erkenntnisse als originäre, von Buddha selbst formulierte Lehren.

 

Die »Fahrzeuge« des Buddhismus

In der Frühzeit des Buddhismus entwickelten sich vorerst drei religiöse Schulen oder »Fahrzeuge« (Triyana), nämlich das Shravaka-Yana (das »Hörer-Fahrzeug«), das Prateyka-Buddha-Yana (das »Fahrzeug der Erkenntnis aus sich selbst«) und das Mahayana (das »Große Fahrzeug«).

Die beiden Erstgenannten wurden unter dem Begriff des Hinayana*-Buddhismus (das »Kleine Fahrzeug«) zusammengefasst, der heute vor allem in Südostasien verbreitet ist.

Der Mahayana*-Buddhismus wiederum unterteilt sich in das Prajnaparamita*-Yana (das »Vollkommenheits-Fahrzeug«) und das Mantrayana (das »Mantra-Fahrzeug«). Die Richtung des Mantrayana wird im Himalaya häufig auch als Vajrayana (das »Diamanten-Fahrzeug«) bezeichnet.

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Diese Stupa, der »Chörten* des Sieges« erinnert daran, dass Buddha freiwillig sein Leben verlängerte, um allen Lebewesen zu helfen.


Kupfer, Silber mit Feuervergoldung, besetzt mit Korallen, Türkisen, Smaragden und Rubinen; 17. Jahrhundert; Höhe 77 Zentimeter; Leihgabe aus dem Thimphu-Dzong
Stupas repräsentieren in einer vielschichtigen Symbolik das Vollendete, den Kosmos ebenso wie den Geist des Buddha. Die Architektur der Stupas stellt die Vorstellung der Identität von Makro- und Mikrokosmos dar und wird dadurch zu einem kosmologischen und psychologischen Modell. Oftmals werden in Stupas heilige Schriften oder die Reliquien bedeutender Heiliger oder Lamas aufbewahrt.