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Der Edle Achtgliedrige Pfad

Die Vierte Wahrheit fand im »Edlen Achtgliedrigen Pfad« ihren Ausdruck.

Die acht Punkte des Pfades sind nicht als Gebote gedacht, da Buddha solche niemals erlassen hat. Sie sind vielmehr als Wegweiser zur Erleuchtung zu verstehen.

 

Die Glieder des Pfades lehren:

 

Die rechte Erkenntnis

Damit ist die Erkenntnis der Vier Edlen Wahrheiten und der Vier Verkehrten Ansichten gemeint. Verkehrte Ansichten sind, wenn jemand im Unbeständigen Dauer, im Leidhaften Glück, im Nichtselbsthaften ein Selbst und im Hässlichen Schönheit sucht.

Das rechte Denken

Rechtes Denken führt zur Entsagung von weltlichen Verstrickungen, zum Wohlwollen gegenüber allen Lebewesen und zur Nichtbeschädigung aller Erscheinungen.

Die rechte Rede

Die rechte Rede soll von Lüge, Klatsch, Schmähung und Geschwätz Abstand nehmen. Der Wert der Sprache liegt darin, Menschen zu heilsamen Taten zu bewegen.

Das rechte Handeln

Rechtes Handeln verbietet das Töten aller Wesen, das Nehmen ungegebener Gegenstände und Ausschweifungen.

Die rechte Lebensführung

Die rechte Lebensführung können nur Menschen erlangen, die Berufe ausüben, die keinem anderen Leid zufügen. Das verbietet den Handel mit Waffen, Lebewesen, Fleisch, berauschenden Getränken und Gift. Schlächter, Jäger, Fischer, Henker oder Kerkermeister können den fünften Pfad nicht begehen.

Das rechte Streben

Das rechte Streben führt zur Abwehr unheilsamer und zur Erzeugung heilsamer Geistesinhalte. Die Kontrolle der Sinneswahrnehmungen verhindert ein Anklammern an den Erscheinungen der äußeren Welt. Wer diesen Pfad begeht, zeigt keine emotionale Reaktion auf äußere Reize.

Die rechte Achtsamkeit

Die rechte Achtsamkeit macht alle Verrichtungen - bis hin zu so selbstverständlichen Tätigkeiten wie Atmen oder Liegen - bewusst. Die Achtsamkeit auch beim Denken und bei Sinnesempfindungen kontrolliert den Geist und erhält die Disziplin.

Die rechte Versenkung

Die rechte Versenkung gliedert sich in vier Stufen:
Auf der ersten Stufe kommen das Nachdenken und die Überlegungen zur Ruhe,
auf der zweiten Stufe entstehen Freude und Glück,
auf der dritten Stufe lösen sich Freude und Glück auf, und es entstehen Wachsamkeit, Gleichmut und das Verharren im Glück,
auf der vierten Stufe schließlich verschwinden Glück und Unglück, und es entstehen reiner Gleichmut und Wachsamkeit.

Auf dieser letzten Stufe wird die erlösende Erkenntnis möglich. Sie kann nicht durch diskursives Denken erfahren werden, sondern muss rein intuitiv geschaut werden. Der Meditierende erkennt, dass die konventionelle Vorstellung des Ich ein Trug ist. Dadurch befreit er sich von den Fesseln des eigenen Ich und somit auch vom Durst nach dem Werden. Er ist frei und erlöst.

 

Diese Lehre trug Buddha Shakyamuni vor einer schnell wachsenden Anhängerschaft bis zu seinem Fortgang ins Nirvana über 40 Jahre lang in ganz Nordindien vor.


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Statue, Bronze mit Bemalung; 17. Jahrhundert; Höhe 24 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Die 16 Arhats* waren die ersten Schüler des Buddha, die die Buddhaschaft erlangten. Arhat Hashang wird häufig mit lachenden Kindern dargestellt.

Statue, Bronze mit Bemalung; 17. Jahrhundert; Höhe 24,5 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum Paro
Arhat bedeutet »Der seine (inneren) Feinde besiegt hat«. Die Arhat* sind das Idealbild derer, die den Pfad der Erleuchtung gehen.