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Das Lebensrad

In Meditation soll Buddha Shakyamuni kurz vor seiner Erleuchtung den ewigen Kreislauf des Lebens (samsara*) gesehen haben. Im Moment der Erleuchtung erkannte er die Ursachen und den Weg zur Befreiung.

Diese visionäre Erkenntnis wird bildlich im »Lebensrad« (bhavacakra) dargestellt.

Zeichnungen und Malereien des Lebensrades dienen heute vorwiegend didaktischen Zwecken, um auch dem einfachen, wenig gebildeten Gläubigen in anschaulicher Weise die Grundlagen der buddhistischen Lehre zu vermitteln. Die Darstellungen auf dem Lebensrad folgen einem immer gleichen Schema.

 


In der Nabe des Lebensrades symbolisieren ein Schwein, eine Schlange und ein Hahn die »drei Grundgifte«, die den Kreislauf der Existenzen bewirken: Dummheit, Hass und Gier. Solange der Mensch davon beherrscht wird, kehrt er nach seinem Tod in eine der sechs Wiedergeburtswelten zurück, die zwischen den Radspeichen dargestellt sind. In welche dieser Welten er geboren wird, entscheidet das Verhältnis von guten und bösen Taten im letzten Leben.

Im Radkranz findet sich eine zwölfteilige Allegorie der Ursachenkette, die den ewigen Kreislauf der Wiedergeburten zur Folge hat.

Das Rad der Wiedergeburten wird von einem Dämon umklammert, wodurch die Zeit mit ihrem verschlingenden und ewigen Aspekt symbolisiert werden soll.

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Das Lebensrad wird von einem Dämon festgehalten, was die Unendlichkeit der Zeit symbolisiert. Die Radnabe zeigt allegorisch die drei Grundübel irdischen Daseins: Dummheit, Hass und Gier.
Original in Privatbesitz

Wandmalerei neben dem Eingang zu einer Gebetshalle im Paro-Dzong
Das »Lebensrad« dient hauptsächlich der bildhaften Vermittlung buddhistischer Lehre und findet sich meist bei Klostereingängen.
Foto von Martin Brauen