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Jigme Dorje Wangchuck, der dritte König

Jigme Dorje Wangchuck gilt als der Gründer des modernen Bhutans. Von frühester Jugend an wurde er auf die Thronfolge vorbereitet. Wie sein Vater genoss er eine Erziehung nach buddhistischen Prinzipien und lernte Englisch und Hindi; darüber hinaus erhielt er schon als Kind Einblicke ins förmliche Hofzeremoniell und in die Verwaltungsstrukturen des Landes.

Mit fünfzehn Jahren wurde Jigme Dorje Wangchuck zum Protokollchef (drönyer) von Tongsa ernannt. Sein Vater war aber der Ansicht, dass sein Nachfolger einen breiteren Erfahrungshorizont benötige und auch die westliche Welt kennenlernen solle. Bald nach seiner Ernennung schickte Jigme Wangchuck seinen Sohn daher für sechs Monate nach England. Nach seiner Rückkehr wirkte Jigme Dorje Wangchuck als Begleiter seines Vaters und war daher gut auf die Amtsübernahme vorbereitet, als dieser 1952 starb.

 

Anders als sein Vater und sein Großvater hielt der dritte König Bhutan nicht mehr von der Welt abgeschlossen. Vielmehr suchte er einerseits internationale politische Anerkennung und Kontakte und lud andererseits kleine europäische Staaten ein, gemeinsam mit der bhutanischen Regierung Entwicklungshilfeprojekte im Land zu beginnen.

Weil er die Modernisierung und Entwicklung Bhutans maßgeblich in die Wege leitete, wird der dritte König von Bhutan vom Volk zu Recht als »Vater des modernen Bhutans« bezeichnet. Als er 1972 erst 44-jährig starb, befand sich das Land nach gewaltigen Veränderungen auf einem entwicklungspolitisch deutlich vorgezeichneten Kurs, der von seinem Sohn Jigme Singye Wangchuck fortgesetzt wird.

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König Jigme Dorje Wangchuck mit Königin Kesang Chödrön Dorje im Palast von Thimphu.
Foto von Armin Haab, 1957


Fibel (Tinkhab), Silber mit Spuren von Feuervergoldung, Türkise; Länge 21 Zentimeter
Kette: Länge 24 Zentimeter; Ring: 6,5 x 5 Zentimeter; Leihgaben aus einer Privatsammlung
Diese Fibeln stammen aus dem Besitz der königlichen Familie. Sie halten das Wickelgewand (kira*) der Frauen an den Schultern zusammen. Beide Ringe sind als Fischpaar gearbeitet; ein buddhistisches Symbol für die Fähigkeit, mit Hilfe der Lehre des Buddhismus den Ozean des Kreislaufes der Wiedergeburten zu durchschwimmen.