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Die Verwaltungsreform

Eine der vorrangigsten Aufgaben des Königs Jigme Wangchuck war eine Verwaltungsreform, um das System zu zentralisieren. Die Macht der Provinzherrscher war ein wesentlicher Grund für die Streitigkeiten im voran gegangenen Jahrhundert gewesen. Jigme Wangchuck schuf ein klares, einfach strukturiertes hierarchisches System, über das er absolute Kontrolle ausübte; sämtliche Macht, geistliche als auch weltliche, war in ihm vereint. Er ernannte auch den Je Khenpo (Oberabt) nach Vorschlägen der zentralen Mönchsgemeinschaft.

Ein vierköpfiges Kabinett stand ihm zur Seite: der Staatsminister (zhung kalön), der Staatsprotokollchef (zhung drönyer), der Staatskammerherr (zhung gongzim) und je nach Jahreszeit der Vorsteher (dzongpön) des Thimphu- bzw. des Punakha-Dzong.

 

Der König berief auch alle anderen hohen Beamten, die ihm unmittelbar verantwortlich waren. Er schaffte das Amt des Gouverneurs von Dagana ab und beschnitt die Macht der Dzongpön von Punakha, Thimphu und Wangdi Phodrang, indem er die Amtsträger für die untergeordneten Posten des Kammerherrn (zimpön) und Protokollchefs (drönyer) selbst auswählte. Dadurch konnte er die Tätigkeit der Dzong-Vorsteher besser kontrollieren. Wenn ein Vorsteher starb, wurde das Amt nun nicht mehr nachbesetzt, sondern das Gebiet fiel an den König; so geschah es beispielsweise mit dem Paro-Dzong nach dem Tod des Dzongpön im Jahr 1949.


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König Jigme Wangchuck trägt die Rabenkrone. Die Hutkrempe ist mit tantrischen Totenköpfen bestickt.
Foto von G. Sherriff, 1933; Leihgabe aus dem Museum of Mankind, London


Reitsattel, Silber, Durchbrucharbeit ziseliert, Holz lackiert, Koralle, Leder, Seide, Baumwolle, Wattierung; Maße 26 x 47 x 40 Zentimeter; Leihgabe aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Sattel eines sehr hohen Adeligen, wahrscheinlich eines Angehörigen der königlichen Familie. Die Frontseite ziert die häufig als Dekoration anzutreffende Gruppe aus Drachen und Garuda*.


Baumwollsamt, Seidendamast, Baumwollstoffe, Wattierung, Leder; Höhe 41 Zentimeter, Durchmesser 22 Zentimeter; Leihgabe von Anthony Aris
Dieser Helm wurde wahrscheinlich vom zweiten König, Seiner Majestät Jigme Wangchuck (1905-1952), getragen.