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Ugyen Wangchuck, der erste König Bhutans

Ugyen Wangchuck wurde im Jahr 1862 als Sohn des Jigme Namgyel geboren. Obwohl er der Zweitgeborene war, wurde er vom Vater zu seinem Nachfolger bestimmt. Schon in früher Jugend begleitete er Jigme Namgyel auf allen Unternehmungen.

Bereits im Alter von 17 Jahren wurde er von seinem Vater als Dzongpön - Gouverneur - von Paro eingesetzt. Als drei Jahre darauf sein Vater starb, trat er an dessen Stelle. Er konnte auf ein eng geflochtenes Beziehungsnetz zurückgreifen. Dennoch bedurfte es zur Konsolidierung seiner Macht einiger kriegerischer Auseinandersetzungen, ehe er den Weg und die Methoden seines Vaters verlassen konnte. Ugyen Wangchuck versuchte, das Land mit einer Politik der Harmonie und Übereinstimmung zu einen und zu befrieden, was ihm schließlich auch gelang. Nach nur drei Jahren als mächtigster Mann Bhutans führte er einen Wendepunkt in der Geschichte herbei: Erstmals seit dem 17. Jahrhundert herrschte Frieden im Land.

 

Dank seines diplomatischen Geschicks begann Ugyen Wangchuck auch eine wichtige Rolle in der großen Politik Südasiens zu spielen. Er bot sich an, im Konflikt zwischen Tibet im Norden und den Briten in Indien im Süden zu vermitteln. Diese Mission brachte ihm Bewunderung von beiden Seiten ein, vor allem aber von den Briten. Für seine Vermittlerdienste, deren Ergebnisse nicht zum Nachteil Englands waren, bekam er 1903 die Insignien eines »Knight Commander of the British Empire« verliehen.

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Ugyen Wangchuck trägt auf diesem Bild die Krone der bhutanischen Monarchie. In Anlehnung an die Rabenkrone seines Vaters Jigme Namgyel repräsentiert ein Rabenkopf den Schutzgott der Wangchuck-Familie, Mahakala. Der Hutkörper verlor den Charakter eines Kriegshelmes und spiegelte nun als aristokratische Kopfbedeckung den Status der Wangchuck-Familie wider.
Foto von John C. White, 1905; Leihgabe aus einer Privatsammlung


Hut, Seidensatin und -damast, Seiden- und Goldstickerei, Kartonversteifung, Seidenfutter; Höhe 8,5 Zentimeter, Durchmesser 26 Zentimeter; Leihgabe von Anthony Aris
Mit Seide und Goldfäden gestickte Drachen an der Hutkrempe deuten darauf hin, dass dieser Hut von einem Mitglied der höchsten Aristokratie getragen wurde. An der Stirnseite prangt das buddhistische Wunschjuwel.