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Steinernes Vermächtnis: die Dzong

Mächtige Festungsbauten als Burgen gegen innere und äußere Feinde dominieren das Bild der Landschaft. In jedem Tal thront eine solche Klosterburg, ein Dzong.

 

Diese Klosterburgen sind mit den europäischen Trutzburgen des Mittelalters vergleichbar: Festungen der politischen und religiösen Machthaber. Im Gegensatz zum Abendland gehört diese großartige Architektur zum lebendigen Bestand der Kultur Bhutans. In ihnen manifestiert sich die Verbindung von religiöser und weltlicher Macht ebenso, wie sie Träger bhutanischer Identität sind.

 
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Die Ursprünge der Dzong als militärische Festungsbauten liegen lange vor der Zeit des Shabdrung Ngawang Namgyel. Schon Jahrhunderte vor ihm hatte die mächtige Lhapa-Schule mehrere solcher Bauten nach tibetischen Vorbildern im westlichen Bhutan errichtet. Schnell entwickelten sich diese Festungen zu den Sitzen der Herrscher über die kleinen Reiche vor der Staatsgründung. Im Prozess der Einigung des Landes sah der Shabdrung die Burgen als die ideale Lösung für die Probleme, die sich durch die ständigen Attacken von Feinden aus dem In- und Ausland ergaben. Im Falle eines Angriffes boten die Dzong allen Bewohnern eines Tales Schutz.

Er verlieh diesen Bauten aber auch eine Bedeutung, die weit über ihre militärische Zweckmäßigkeit hinausreicht.

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Shabdrung Ngawang Namgyel baute im Jahr 1637 den Punakha-Dzong am Zusammenfluss zweier Flüsse. War der Dzong in den Wintermonaten bis in die unmittelbare Gegenwart Regierungssitz, dient er heute nur mehr dem Oberabt und seinem Gefolge als Winterresidenz. Im Sommer übersiedelt die Mönchsschaft in die Hauptstadt Thimphu, die auch permanenter Regierungssitz ist.
Foto von J.C. White, 1906


An der Seitenmauer des Paro-Dzong ist ein kleines Häuschen zu sehen, ein so genanntes Lu-Khang. Es dient als Heimstatt für die schlangenhaften Wesen (lu) aus vorbuddhistischer Zeit, die zwar besiegt wurden, die man aber aus Respekt doch nicht von ihren angestammten Plätzen vertreiben wollte.
Foto von Christian Schicklgruber