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Architektur und Kosmos

Aus dem Zentrum des Gesamtkomplexes erhebt sich stets ein hoher, meist freistehender Turm (utse*) mit verschiedenen Tempeln auf jedem Stockwerk. Die Bedeutung dieses Turmes macht die Architektur zu einem Abbild des Universums.

 

 

Die klassische buddhistische Kosmologie geht auf den indischen Gelehrten Vasubandhu zurück, der sie im fünften Jahrhundert im Abhidharmakosho-Text beschrieb. Nach dieser Lehre stellt der Weltberg Meru das Zentrum des Kosmos dar, auf dem die Götter mit ihrer unzerstörbaren schöpferischen Kraft thronen. Als Achse des Kosmos verbindet der Berg, respektive der Turm, die drei Ebenen Himmel, Erde und Unterwelt. Die Gebäude, die in den vier Himmelsrichtungen um diese Achse liegen, werden gemäß der buddhistischen Kosmologie als die vier Kontinente gesehen.

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Der zentrale Turm des Paro-Dzong steht für die Weltenachse, den Berg Meru, die vier Gebäudeflanken symbolisieren die vier Kontinente. Seit einigen Jahren ist der Dzong mit Wellblech gedeckt. Dieses Material ist billiger, dauerhafter und feuersicherer als die ursprüngliche Holzbeschindelung.
Foto von Guy van Strydonck


Eine Wandmalerei im Paro-Dzong zeigt den Weltenberg Meru als Achse des Kosmos. In jeder Himmelsrichtung um den Berg liegt ein andersfärbiger Kontinent. Wir Europäer leben im südlichen Kontinent Jambudvipa, der blau gefärbt ist.
Foto von Guy van Strydonck