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Lugzo: Bronzeguss

Bhutan besitzt eine sehr alte Tradition des Bronzegusses. Religiöse Statuen werden mit Modeln im Wachsausschmelzverfahren hergestellt. Die Statue wird in Wachs um einen Tonkern modelliert und anschließend mit mehreren Schichten sehr feinen Tons umgeben. Diese Form wird über einem schwachen Feuer erhitzt, um das Wachs zum Ausfließen zu bringen. In den Hohlraum zwischen Tonkern und Tonmantel wird das Metall eingegossen. Die Form kann bald darauf zerschlagen und die Statue mit Wasser abgekühlt werden. Jede Statue ist somit ein Unikat.

Ritualgegenstände werden meist im Sand- oder Kastengussverfahren angefertigt. Dazu wird ein Muster in einen mit Ton und Sand gefüllten Holzrahmen gelegt. Die Sandoberfläche wird geglättet und mit Holzkohlestaub bedeckt. Nun wird mehr Sand nachgefüllt und festgepresst. Nach dem Lösen der Holzrahmen wird kontrolliert, ob das Musterstück auch in beiden Formhälften gut abgedrückt ist. Nötigenfalls kann noch nachgearbeitet werden. Die Formen werden nun bei mäßiger Hitze über einem Feuer gehärtet. Nun wird die Figur mit flüssigem Ton abgegossen und dann das Tonmodell getrocknet. Mit einem Messer wird die Oberfläche des Tonmodells abgeschabt, an einigen Stellen werden Kernstützen stehen gelassen, die den gleichmäßigen Abstand des Tonkernes von der Form gewährleisten sollen. Vor dem endgültigen Guss wird die zusammengesetzte Form mit einer Eingussöffnung versehen und das Metall eingegossen. Auch diese Form muß nach dem Guss zerstört werden. In einem letzten Arbeitsgang kann das Stück noch ziseliert werden, oder der Meister graviert Ornamente ein.

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Opfergefäß (yang tro), Bronze; Höhe 19,5 Zentimeter, Durchmesser 17 Zentimeter; Leihgabe aus dem National Museum, Paro
Der Knauf ist in Form eines halben Vajra gearbeitet, zentrales Motiv am Gefäßbauch sind die acht Glückszeichen des Buddhismus. Darin geopferte Nahrung soll Glück bringen.


Phurbu, Dolch: Griff Messing, Klinge Eisen; Behälter: Kupfer; Länge 26 Zentimeter; Leihgabe aus einer Privatsammlung
Die Ritualwaffe dient dem monastischen Buddhismus zur Zerstörung hinderlicher Kräfte und Einflüsse am Weg zur Erleuchtung. In anderen Ritualen werden mit ihm Dämonen fixiert oder symbolisch getötet. Besondere Stücke wie dieses tragen auf der Rückseite ein Zeichen des Meisters, der sie hergestellt hat.