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Tibetische Invasion

Die erste tibetische Invasion scheint sehr bald nach der Ankunft des Shabdrungs im Jahr 1616 stattgefunden zu haben. Der tibetische Herrscher wollte die Anwesenheit seines Erzfeindes unmittelbar südlich des eigenen Territoriums nicht dulden. Dass der Shabdrung Tibet verlassen hatte, genügte dem tibetischen Herrscher nicht; der Gegner musste vernichtet werden.

 

 

Im Verlauf der ersten tibetischen Invasion fiel der General der Angreifer, die tibetischen Truppen wurden zurückgeschlagen. Der Ruf des Shabdrung als überlegener Militärstratege verbreitete sich.

In Tibet wurde der Tsang-Herrscher 1642 entmachtet. Seither regierte mit mongolischer Unterstützung die Gelugpa-Schule mit dem fünften Dalai Lama als Oberhaupt. Auch die Gelugpas meinten, dass ein mächtiger Staat im Süden eine Bedrohung darstelle. Eine Invasion tibetischer und mongolischer Truppen 1644 erwies sich jedoch als völliger Fehlschlag. Erneut griffen 1648/49 Tibeter und Mongolen an mehreren Stellen an. Obwohl sie bis nach Thimphu, Punakha und Paro vorstießen, wurden sie schließlich zurückgedrängt. Die tibetische Invasion von 1657, nach dem Tod des Shabdrung, endete ebenfalls ergebnislos. Sie war der letzte Versuch Tibets, Bhutan zu erobern.

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Schild, Bambus, Holz; Maße 47 x 18 Zentimeter;
Helm, Bambus, Holz; Maße 26 x 18 Zentimeter; Leihgaben aus National Museum, Paro
Schutzobjekte aus gewundenem Rohr und Bambusgeflecht zählten zur Standardausrüstung der gemeinen Fußsoldaten.


Der Drukgyel-Dzong versperrt Eindringlingen aus dem Norden den Weg nach Bhutan. Er wurde 1647 vom Shabdrung Ngawang Namgyel erbaut, um an seinen Sieg über die Tibeter im Jahr 1644 zu erinnern. Der Name »Drukgyel Dzong« bedeutet »Festung der siegreichen Drukpa«. 1951 wurde er durch eine Feuersbrunst zerstört.
Im Hintergrund ragt der Chomolhari auf, Sitz und Verkörperung der weiblichen Berggottheit Tsheringma, die über das Land wacht.