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Am Ende des Weges

Gegen Ende seines Lebens widmete sich der Shabdrung der Herstellung von 100 000 Tsatsa, aus Ton modellierten Miniaturfiguren, für jede der 115 wichtigsten Gottheiten der Drukpa-Schule. Da ihn diese Arbeit zunehmend Zeit in Anspruch nahm, übertrug er Teile seiner Macht an den Chorleiter Tenzin Drugye und den Kammerherrn Damchö Gyeltshen, behielt sich selbst aber stets die letzte Entscheidung vor.

 

Am zehnten Tag des dritten Monats im Jahr des Eisenkaninchens (1651) begann der Shabdrung eine strenge Einkehr im Punakha-Dzong, aus der er nie mehr zurückkehren sollte. Er befahl seinen Vertrauten, seinen Tod zwölf Jahre lang geheimzuhalten. Der Lauf der Dinge brachte es mit sich, dass daraus fünfzig Jahre wurden.

Keiner seiner Anhänger in Bhutan schöpfte Verdacht. Es war durchaus üblich, dass sich hohe Lamas für viele Jahre zum Meditieren zurückzogen; außerdem wurde ihnen eine längere Lebensdauer nachgesagt als normalen Sterblichen. Diese Wundergläubigkeit sowie die Tatsache, dass hin und wieder Anordnungen im Namen des Shabdrung gegeben wurden, unterdrückten jeden Zweifel darüber, ob dieser noch am Leben sei. Erst 1701 wurde der Tod des Shabdrung Ngawang Namgyel offiziell bekannt gegeben.

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Der Shabdrung, Bronze mit Resten von Vergoldung; 17. Jahrhundert; Höhe 52 Zentimeter; Leihgabe aus einer Privatsammlung
Diese ungewöhnlich große Bronzestatue des Reichseinigers auf dem Lotusthron trägt den typischen Hut der Drukpa-Kagyüpa-Schule und ein Mönchsgewand. Der Sockel ist mit Lotus und mythologischen Tieren verziert. Die rechte Hand zeigt die symbolische Geste der Erdberührung, in der linken hält der Shabdrung eine Vase mit dem Elixier des langen Lebens.


Die sterbliche Hülle des Shabdrung wird in einem Tempel im Punakha-Dzong aufbewahrt. Nur drei Personen haben Zutritt zu diesem Raum: der König, der Oberabt und der Mönch, der ihn instand hält.